ATX verliert moderate 0,06 Prozent

1. Oktober 2015, 18:26
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Wall Street-Verluste nach enttäuschenden US-Industriedaten belasten

Wien – Die Wiener Börse hat am Donnerstag zaghaft leichter geschlossen. Der ATX fiel moderate 1,39 Punkte oder 0,06 Prozent auf 2.228,10 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 13 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.241,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,75 Prozent, DAX/Frankfurt -1,62 Prozent, FTSE/London +0,14 Prozent und CAC-40/Paris -0,64 Prozent.

Nach europaweit klaren Aufschlägen – vor allem im Frühgeschäft – trübte sich im Späthandel die Stimmung merklich ein und die meisten Handelsplätze rutschten merklich ins Minus ab. Belastend wurden vor allem die Kursverluste an der Wall Street nach enttäuschenden US-Konjunkturdaten aufgenommen. Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im September stärker als erwartet eingetrübt. Der entsprechende ISM-Index fiel auf den niedrigsten Stand seit Mai 2013 und liegt nur mehr knapp über der Wachstumsschwelle.

Zum heimischen Markt lag erneut eine sehr magere Meldungslage vor. Ans untere Ende der Kursliste rutschten in Wien drei Immobilienwerte. Immofinanz bauten ein Minus von 1,31 Prozent auf 2,03 Euro und CA Immo fielen ebenfalls um 1,31 Prozent auf 16,26 Euro. Buwog gaben um 1,11 Prozent auf 18,79 Euro nach.

Eine positive Branchenstudie von der Erste Group konnte die Immoaktien nicht unterstützen. Bei der Immofinanz liegt das Erste-Votum weiterhin auf "buy" mit einem neuem Kursziel von 2,60 Euro, nachdem zuvor ein Wert von 2,70 Euro errechnet worden war. Die CA-Immo-Aktie wird von der Erste Group ebenfalls weiterhin mit "buy" bewertet mit einem von 19,7 auf 19,8 Euro leicht verändertem Kursziel. Die Buwog-Papiere werden unverändert mit "accumulate" zum Kauf empfohlen. Das Kursziel wurde zaghaft von 21,0 auf 21,5 Euro verändert.

Die conwert-Aktie wurde von den Experten von "hold" auf "accumulate" hochgestuft und das Kursziel von 13,0 auf 13,5 Euro leicht nach oben revidiert. Die conwert-Papiere schlossen mit einem mageren Plus von 0,04 Prozent bei 12,10 Euro nur wenig verändert.

Die OMV-Aktie zeigte einen Aufschlag von 1,59 Prozent auf 22,08 Euro. Die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO verbuchten einen Zuwachs von 0,93 Prozent auf 50,91 Euro.

Bei den Bankentitel gab es negative Vorzeichen zu beobachten. Erste Group mussten ein Minus von 0,79 Prozent auf 25,74 Euro verbuchen. Nach Verlaufsgewinnen schlossen die Papiere von Raiffeisen Bank International (RBI) mit minus 0,30 Prozent auf 11,68 Euro. Zur Wochenmitte waren die RBI-Titel noch um mehr als sieben Prozent in die Höhe gesprungen.

RHI steigerten sich um 0,91 Prozent auf 18,26 Euro. Die RCB-Analysten haben die Papiere der RHI von "Hold" auf "Buy" hochgestuft. Gleichzeitig senkten sie ihr Kursziel für die Titel des Herstellers von Feuerfestprodukten von 24 auf 22 Euro. (APA, 01.10.2015)

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