Aldi steigt mit Napster ins Musik-Streaming ein

22. September 2015, 19:08
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Der Dienst "Aldi life" soll am 24. September starten

Die Supermarktkette Aldi will zusammen mit dem Streaming-Dienst Napster den deutschen Markt für Musik aus dem Netz mit einem Kampfpreis aufmischen. Der Discounter kündigte am Dienstag das Angebot "Aldi life" zum Preis von 7,99 Euro pro 30 Tage an. Es ist damit zwei Euro günstiger als aktuell am Markt üblich – und auch als Napster selbst für seinen Service verlangt.

Die Aldi-Kunden bekommen aber Zugriff auf das übliche Napster-Angebot, das nicht vom Unternehmen selbst, sondern von Medion betreut wird, wie auf Caschys Blog zu lesen ist. Aldi hatte sich auf ähnliche Weise mit einem Preisvorteil auch in den Mobilfunkmarkt gekämpft. Der Musikdienst soll am Donnerstag starten.

Keine Gratis-Option

Beim Streaming wird die Musik direkt aus dem Netz abgespielt. Genauso wie Napster hat "Aldi life" keine werbefinanzierte Gratis-Variante. Der Handelskonzern setzt aber auch auf Tarif-Bündel mit seinem Mobilfunk-Angebot.

Den Namen Napster trug früher die größte illegale Musiktauschbörse, inzwischen betreibt unter der Marke der US-Streamingdienst Rhapsody sein internationales Geschäft. Napster lag im deutschen Musikstreaming-Geschäft bisher an dritter Stelle hinter dem globalen Marktführer Spotify und der französischen Konkurrenten Deezer. Zudem betrat im Sommer Apple den Markt, der Dienst des iPhone-Konzerns befindet sich aber noch in der kostenlosen Probephase. (APA, red, 22.09.2015)

  • Aldi (in Österreich firmierend als Hofer) versucht sich im Streaming-Geschäft.
    foto: apa

    Aldi (in Österreich firmierend als Hofer) versucht sich im Streaming-Geschäft.

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