Bullen machen Überstunden in Horn

22. September 2015, 18:16
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Salzburger via Verlängerung bei Horn ins Achtelfinale – Wacker und LASK nach Schwierigkeiten weiter – Atan beglückt Stadlau – Klagenfurt, Wr. Neustadt, Kapfenberg, Sportklub und FAC gescheitert

Gurten – Titelverteidiger Red Bull Salzburg hat eine Blamage im ÖFB-Cup abgewendet. Bei Regionalligist SV Horn musste der Favorit am Dienstag bis in die Verlängerung, ehe der hart erkämpfte 3:2-Sieg und der damit verbundene Aufstieg ins Achtelfinale feststand. Das entscheidende Tor gelang Jonatan Soriano in der 92. Minute nach einer schönen Einzelaktion.

Ebenfalls erst in der Verlängerung schaffte Wacker Innsbruck den Aufstieg. Die Tiroler gewannen beim niederösterreichischen Landesligisten Krems schließlich mit 5:3. Der LASK schaffte den Sprung in die Runde der letzten 16 gegen den Regionalligisten TSV St. Johann/Pongau sogar erst im Elfmeterschießen. Im Elferkrimi gescheitert ist hingegen der Kapfenberger SV durch ein 5:6 bei Regionalligist WSG Wattens.

Salzburg lag in Horn bereits nach neun Minuten zurück, ehe Takumi Minamino (19.) und Smail Prevljak (41.) die Partie bis zur Pause drehten. Den ambitionierten Hausherren gelang dann durch Stefan Rakowitz der späte Ausgleich (86.). Salzburg blieb dank Sorianos Goldtor jedoch auch im 14. Cup-Spiel in Folge ungeschlagen.

Sturm Graz ist mit einem Kantersieg ins Achtelfinale eingezogen. Der steirische Bundesligist setzte sich bei Regionalligist Seekirchen mit 7:0 durch, bereits zur Pause hatte Sturm fünfmal zugeschlagen.

Die Blackies ließen in Seekirchen nichts anbrennen. Donis Avdijaj schlug erstmals in der 14. Minute zu, danach trafen die Grazer scheinbar nach Belieben. Ein Doppelschlag von Marvin Potzmann (30.) und Bright Edomwonyi (31.) bedeutete die Entscheidung. Erneut Avdijaj mit einem Schuss ins Kreuzeck und Thorsten Schick legten bis zur Pause weiter nach. Daniel Offenbacher vergab für Sturm nach Seitenwechsel noch einen Foulelfmeter (52.), ehe sich auch Josip Tadic und Andreas Gruber in die Trefferliste eintragen konnten.

Auch der SV Mattersburg ist nicht gestolpert und hat die Union Gurten bezwungen. Die Burgenländer setzten sich beim in der Regionalliga Mitte engagierten Bezwinger von Bundesligist Grödig verdient mit 3:1 (1:1) durch. Im Anschluss an einen Eckball traf Nedeljko Malic im zweiten Versuch zur Führung für die Elf von Trainer Ivica Vastic. Gurten gelang aber nur fünf Minuten später durch Jakob Kreuzer nach einem Gegenstoß der Ausgleich. Für den vorentscheidenden Treffer sorgte der kurz davor eingetauschte Karim Onisiwo in der 65. Minute, ehe Markus Pink per Elfmeter (88.) nachlegte.

Ebenfalls im Achtelfinale steht der Erste-Liga-Vertreter SKN St. Pölten nach einem klaren 4:1 beim FC Hard. Die Vorarlberger legten zwar durch Sebastian Santin (9.) früh vor, postwendend gelang Florian Mader aber das 1:1. Danach hatte St. Pölten keine Probleme mehr.

Verabschieden musste sich der SC Wiener Neustadt, der Regionalligist Ebreichsdorf im Lokalderby mit 1:3 unterlag. Mit dem FAC flog ein weiterer Vertreter der Ersten Liga aus dem Bewerb. Die Floridsdorfer, die in der Meisterschaft nach zehn Runden punktelos Schlusslicht, fanden auch gegen den steirischen Landesligisten FC Lankowitz nicht aus der Krise und verloren nach einem frühen Eigentor mit 0:1.

Überraschend gescheitert ist auch Austria Klagenfurt. Der FC Stadlau, Vertreter der Regionalliga Ost, setzte sich zu Hause mit 2:1 nach Verlängerung durch. Nach regulärer Spielzeit war es 1:1 gestanden. Matchwinner war der ehemalige Bundesliga-Profi Cem Atan, der beide Tore für die nun im Achtelfinale stehenden Wiener erzielte.

Klagenfurt ging durch Domagoj Besic in der 9. Minute zwar programmgemäß in Führung. Danach boten die in der Ersten Liga seit drei Runden sieglosen Kärntner aber eine schwache Vorstellung. Atan, der 2007 zwei Länderspiele für Österreich absolviert hat, gelang der Ausgleich (83.). Der 30-Jährige war erst vier Minuten zuvor eingewechselt worden. In der Verlängerung avancierte Atan mit seinem Treffer in der 116. Minute dann endgültig zum Stadlauer Helden. Klagenfurts Schlussoffensive blieb unbelohnt. (APA, red, 22.9.2015)

ÖFB-Cup, zweite Runde, Dienstag

Union Gurten (Regionalliga Mitte) – SV Mattersburg 1:3 (1:1). Tore: Kreuzer (29.) bzw. Malic (24.), Onisiwo (65.), Pink (88./Foulelfmeter)

SV Seekirchen (Regionalliga West) – SK Sturm Graz 0:7 (0:5). Tore: Avdijaj (14., 38.), Potzmann (30.), Edomwonyi (31.), Schick (42.), Tadic (57.), Gruber (84.)

SV Horn (Regionalliga Ost) – FC Red Bull Salzburg 2:3 n.V. (2:2, 1:2). Tore: Sakaki (9.), Rakowitz (86.) bzw. Minamino (19.), Prevljak (41.), Soriano (92.). Gelb-Rote Karte: Weinwurm (100./Horn)

FC Hard (Regionalliga West) – SKN St. Pölten (Erste Liga) 1:4 (1:3). Tore: Santin (9.) bzw. Mader (10.), Stec (19.), Ambichl (33.), Jefferson (56.)

FC Stadlau (Regionalliga Ost) – Austria Klagenfurt (Erste Liga) 2:1 n.V. (1:1, 0:1). Tore: Atan (83., 116.) bzw. Beslic (9.)

ASK Ebreichsdorf (Regionalliga Ost) – SC Wiener Neustadt (Erste Liga) 3:1 (1:1). Tore: Bauer (20.), Anderst (79.), Höfel (90.) bzw. Sittsam (32./Foulelfmeter)

FC Lendorf (Kärntner Liga) – Austria Salzburg (Erste Liga) 0:5 (0:1). Tore: Bammer (14., 86., 89.), Bukva (47.), Zirnitzer (59.)

FC Piberstein Lankowitz (Landesliga Steiermark) – Floridsdorfer AC (Erste Liga) 1:0 (1:0). Tor: Steiner (2./Eigentor)

Kremser SC (Landesliga Niederösterreich) – FC Wacker Innsbruck (Erste Liga) 3:5 n.V. (2:2, 1:0). Tore: Denk (4.), Schragner (85./Foulelfmeter), Hackl (109.) bzw. Freitag (52./Foulelfmeter), Hirschhofer (76., 101.), Gründler (96.), Rosenbichler (119.). Rote Karte: Weber (92./Krems), Gelb-Rote Karte: Riemann (107./Wacker)

WSG Wattens (Regionalliga West) – Kapfenberger SV (Erste Liga) 6:5 i.E., 0:0 n.V.

TSV St. Johann/Pongau (Regionalliga West) – LASK Linz (Erste Liga) 4:5 i.E., 1:1 n.V. (1:1, 0:1). Tore: Pertl (85.) bzw. Luckeneder (26.)

Wiener Sportklub (Regionalliga Ost) – SCR Altach 0:3 (0:1). Tore: Zwischenbrugger (9.), Salomon (67.), Seeger (93./Foulelfmeter)

  • Musste zittern: Salzburg-Trainer Peter Zeidler.
    foto: apa/gert eggenberger

    Musste zittern: Salzburg-Trainer Peter Zeidler.

  • Mattersburg-Trainer Ivo Vastic kann zufrieden sein.
    foto: apa/georg hochmuth

    Mattersburg-Trainer Ivo Vastic kann zufrieden sein.

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