Wahlergebnis: Die zehn unfreundlichsten Städte

Ansichtssache24. September 2015, 05:30
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Der Herbst ist da – mit seinen milden Temperaturen die beste Zeit für Städtereisen. Wäre es nur nicht so schwer, sich für oder gegen ein Reiseziel zu entscheiden. Die Leser des britischen Reisemagazins "Condé Nast Traveller" erleichtern all jenen, die gerade ihren Urlaub planen, die Entscheidung: Hier sind die zehn Städte, um die man einen Bogen machen sollte.

Auf Platz zehn der unfreundlichsten Städte: Das mondäne Cannes. Die französische Hafenstadt liegt an der Côte d’Azur und ist als Austragungsort der jährlich stattfindenden internationalen Filmfestspiele bekannt.
Die Gründe für das schlechte Abschneiden? Cannes sei eine vollkommen überteuerte Stadt, voll mit sehr wohlhabenden, sehr dünnen, sehr eingebildeten Menschen. Zu viel Bling-Bling, meinen die Condé Nast Traveller-Leser, wohl mit einem Augenzwinkern.

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Platz neun geht an Jakarta. Die Hauptstadt Indonesiens sei laut Condé Nast Traveller-Lesern hauptsächlich dreckig und überfüllt. Die von Oktober bis Mai andauernde Regenzeit wurde ebenfalls als Grund für die Platzierung unter den unfreundlichsten Städten genannt.
Dabei wird Kulturinteressierten einiges geboten: Das Sejarah Museum und das Wayang-Puppen-Museum sind beliebte Ausflugsziele.

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Im Jahr 2014 war Moskau noch auf Platz drei im Ranking der unfreundlichsten Städte – so gesehen ist der diesjährige achte Platz als erfreuliche Positionierung zu sehen. Der Rote Platz und der Kreml sind auch zu imposant, als dass man sie sich vom schlechten Ruf Moskaus, eine Stadt voll mürrischer Menschen zu sein, vermiesen lassen sollte.

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Trotz der beeindruckenden Pyramiden, den Artefakten des Ägyptischen Museums und der spannenden Geschichte reichten das hohe Verkehrsaufkommen und die städtische Verunreinigung aus, um Kairo auf Platz sieben der unfreundlichsten Städte weltfreit zu befördern.

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Platz sechs geht an Neu-Delhi. Die Indische Hauptstadt sei zu gefährlich, die Luft zu schlecht und der Sommer zu heiß. Ein Besuch des Roten Forts (Festungsgelände), beim Chandni Chowk-Markt oder den Sternwarten Jantar Mantar entschädigen dann doch etwas.

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Nairobi in Kenia holt sich Platz fünf: Versmoggt, gefährlich, überlaufen. Wer eine Pause vom städtischen Trubel braucht, macht eine Safari im Nairobi National Park.

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Die Kriminalität und herrschende Gewalt bescheren Guatemala Stadt Platz vier der für Touristen am ungeeignetsten Orte. Besucher, die sich für die Geschichte der Maya interessieren, kommen hier allerdings auf ihre Kosten: Über 100 Plattformen und Gräber befinden sich am Rande der Stadt.

7

Der dritte Platz geht an Chinas drittgrößte Stadt Guangzhou. Die abstimmenden Leser beklagten, dass Guangzhou zu einem Industriezentrum verkommen sei, zu einer Handels-Drehscheibe für alles, was das Land produziere. Nichtsdestotrotz befindet sich hier beispielsweise die sehenswerte Pagode des Tempels der Sechs Banyanbäume.

8

Platz zwei für Casablanca in Marokko. Die Hassan II Moschee (Marokkos größte Moschee) sei zwar definitiv ein kulturelles Highlight – das man als Tourist aber nicht genießen könne, da drei Blöcke weiter bereits wieder Armut vorherrscht, so einige der Leser des Reisemagazins Condé Nast Traveller.

9

Auf Platz eins im Ranking der unfreundlichsten Städte weltweit wurde Caracas gewählt. Caracas gilt trotz verheerenden sozialen Verhältnissen als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Venezuelas. Vertrauen ist hier allerdings ein Fremdwort – in Caracas müssen sogar die Süßigkeiten im Lebensmittelgeschäft weggesperrt werden, da sie sonst gestohlen werden würden. Kriminalität gehört zum Alltag. Der Lebensstandard ist extrem niedrig.
(Katharina Triltsch, 24.9.2015)

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