Bonzenschinakel: Längste Segelyacht der Welt fertiggestellt

22. September 2015, 14:56
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Mit 142 Metern Länge, 25 Metern Breite und drei Masten von je 100 Metern ist die "Sailing Yacht A" so groß wie ein kleines Containerschiff. Ein russischer Milliardär hat sie in Auftrag gegeben, gezeichnet hat sie Philippe Starck

Man gönnt sich ja sonst nichts, wird sich der russische Milliardär Andrej Melnitschenko gedacht haben, als er seine Superyacht in der Kieler Werft German Naval Yards in Auftrag gab. Mit 142 Metern Länge, 25 Metern Breite, einem Tiefgang von acht Metern und drei Masten von je 100 Metern ist die "Sailing Yacht A" so groß wie ein kleines Containerschiff. Ein Statussymbol der Superlative.

foto: apa/epa/carsten rehder
So sieht es aus, das größte Segelschiff der Welt

Entworfen wurde das futuristische Bonzenschinakel, das wie ein U-Boot aus einem James Bond-Streifen aussieht, vom französischen Designer Philippe Starck. Sie wird einen neuen Rekord aufstellen, denn sie ist sogar größer als der mit gut 117 Meter Länge größte Windjammer der Welt, die "Sedov" aus Russland.

foto: apa/epa/carsten rehder
Entworfen wurde die "Sailing Yacht A" von Philippe Starck.

In Branchenkreise kursierte der Name "White Pearl" für die Yacht, der Besitzer hingegen ließ verlauten, dass "Sailing Yacht A" der richtige Name sei. Schon im Jahr 2008 nahm Melnitschenko eine Motorjacht mit dem Namen "A" in Betrieb, deren Name sich auf den Anfangsbuchstaben des Namens seiner Frau Aleksandra bezog.

foto: apa/epa/carsten rehder

Nur die äußeren Abmessungen der Yacht, die nun für erste Testschläge auf der Kieler Förde mit der nötigen Bordelektronik und Navigation ausgestattet wird, sind bekannt. Was das Interieur betritt ist bisher ist laut einem Bericht der Welt nur durchgesickert, dass es ein lichtdurchflutetes Atrium über drei Etagen geben soll, dazu einen riesigen Swimmingpool.

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Die erste Testfahrt der Superyacht zog zahlreiche Schaulustige an.

Dazu kommen – fast schon standardmäßig für eine Superyacht – eine Helikopterlandeplattform auf dem Deck und im Heck des Schiffes eine begehbare Garage für alle möglichen Spielereien: Tender mit den Ausmaßen einer normalen Familienyacht, diverse Jet-Skis und kleine Segelyachten sind jederzeit für Eigner und Gäste "ready to use". 54 Crewmitglieder sollen sich permanent um die Jacht und ihr Equipment, Eignerfamilie und Gäste kümmern.

foto: apa/epa/carsten rehder
Gebaut wurde das Luxusschinakel in Kiel.

Geschätzte Kostendes Megaprojekts: mindestens 350 Millionen Euro. Der jährliche Unterhalt für Yachten dieser Größenordnung beträgt mindestens zehn Prozent der Bausumme. (red, 22.9.2015)

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