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Spion im Paket

21. September 2015, 12:30

Was geschieht mit Lieferungen auf dem Weg vom Absender zum Adressaten? Das interessierte sechs Studenten aus Hagenberg, die nun mit ihrer Idee den Sprung in die Selbstständigkeit wagen.

Was ein Packerl alles hinter sich hat, wenn es ankommt, ist meist ein Mysterium. Es gibt allerdings Data-Logger. Die Sensoren dieser kleinen Spione messen Temperatur- oder Luftdruckschwankungen und registrieren, ob das Paket fallen gelassen wurde. An diese Infos in diesen kompakten Geräten zu kommen, ist aber aufwendig. Das muss leichter gehen, fanden sechs FH OÖ-Studierende.

Studentenprojekt mit Ambition

Philipp Doppelhammer, Michael Kiesenhofer, Davor Klepic, René Lindorfer, Andreas Priewasser und André Schreder studieren Hardware-Software-Design in Hagenberg. Im Frühjahr 2014 fanden sie sich für ein Praxisprojekt zusammen.

"Wir wollten etwas von Grund auf selbst entwickeln, um später vielleicht ein Unternehmen daraus zu machen", sagt Projektleiter Doppelhammer. Ihre Idee: Könnten Paketüberwachungsgeräte einfach per Funk und über eine App ausgelesen werden, würde Zeit sparen und die Bedienung vereinfachen!

In zwei Minuten überzeugt

Ihr Projekt "PAKKCHECK" stellten sie auch beim "120 Sekunden"-Wettbewerb der Bezirksrundschau vor, bei dem die beste Geschäftsidee Oberösterreichs gesucht wurde. Sie schafften es damit ins Finale und die ersten Interessenten meldeten sich.

Vorerst hieß es aber entwickeln: Die Studenten bauten Prototypen des Data-Loggers und programmierten die App. Neben Studium und Jobs als Entwickler verwendeten sie jeweils noch ca. 15 Stunden die Woche für die Arbeit an ihrem Projekt.

Marktreife in Reichweite

Doppelhammer erinnert sich an inspirierte Nachtschichten: "Teilweise haben wir uns um acht am Abend im Hörsaal getroffen und bis Mitternacht programmiert!" Die Platinen wurden auch in Eigenregie gebaut. An der FH fanden die Studierenden alles, was sie brauchten, auch Unterstützung durch ihre Professoren.

Inzwischen ist die Entwicklung fast abgeschlossen, im nächsten Jahr soll das Geschäft zu laufen beginnen. Das PAKKCHECK-Team, das inzwischen den Master Embedded Systems Design in Hagenberg absolviert, ist im Gespräch mit großen Logistik- und Transportunternehmen. Gleichzeitig denkt es schon an Abwicklungsmodelle für Privatpersonen.

  • Die klugen Köpfe hinter "PAKKCHECK" mit ihrem FH-Professor Dr. Josef Langer (hinten links)
    foto: pakkcheck

    Die klugen Köpfe hinter "PAKKCHECK" mit ihrem FH-Professor Dr. Josef Langer (hinten links)

  • Packetüberwachung neu gedacht
    foto: pakkcheck

    Packetüberwachung neu gedacht

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