"Destiny: The Taken King" überzeugt die Tester, bestehende Fans zahlen aber drauf

Presseschau21. September 2015, 12:42
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Gute Wertungen für teure Wiederbelebung des Shooters

Mit "Destiny" hat Bungie nach "Halo" ein neues Shooter-Universum erschaffen, das Millionen Spieler mit einer Mischung aus starkem Gunplay und süchtig machendem Sammelsystem für sich gewinnen konnte. In vieler Hinsicht enttäuschte das Sci-Fi-Epos allerdings – so war die Story dünn und die Missionen repetitiv.

Mit der bisher größten Erweiterung "The Taken King" ("König der Besessenen") sei Bungie laut den Testern der Fachpresse auf viele Kritikpunkte eingegangen und habe es geschafft, dem Spiel frischen Wind einzuhauchen. Die Revitalisierung habe allerdings ihren Preis.

Auf Feedback gehört

"Es ist offensichtlich, dass Bungie auf das Feedback der Fans gehört und hart daran gearbeitet hat, 'Destiny' neu zu erfinden", sagt Gametrailers. "Die Story wird besser präsentiert, die neuen Subklassen bieten unterschiedliche Spielstile und bringen Spieler einander näher und das Grinding (Anm.: Freispielen von neuen Ausrüstungsgegenständen) wurde durch eine Vielzahl an Zusatzmissionen und die Dreadnaught-Patrol-Zone erleichtert."

"'The Taken King' geht 'Destinys' Probleme mit Weiterentwicklung, Story und Charakteren an", schreibt Eurogamer. "Die Story ist gelungen. Nicht aufgrund der simplen Geschichte rund um eine neue Bedrohung, sondern durch die Weise, wie sie erzählt wird – in dem sie Charakteren Leben einhaucht, denen Spielern bereits ein Jahr lang im Tower begegnet sind."

destinygame

Lebendigere Welt

"Zum ersten Mal seit einem Jahr habe ich aber das Gefühl, Teil einer lebendigen Welt zu sein. Denn die Geschichte mit ihren oft überraschenden Ereignissen verleiht der Erzählung endlich Tiefe und Charakter", meint 4Players. "Vor allem aber gestalten die Entwickler ihren verschwenderischen Grind, den langen Weg zu einem stärkstmöglichen Wächter, übersichtlicher und abwechslungsreicher. Der Fortschritt ist durch das neue Lichtlevel klarer erkennbar und man fühlt sich weniger verloren, wenn man zum hundertsten Mal belanglose Patrouilleaufgaben an ständig gleichen Schauplätzen erledigt."

Allgemein Lob gibt es für die Verbesserungen beim Erfahrungssystem, reichlich frische Inhalte und eine Handlung, die der Welt mehr tiefe verleihe und in neue Gebiete auf bekannten Planeten entführe. Dennoch gebe es mehr Raum für neue Gegnertypen und gänzlich neue Schauplätze. Größte Kritik gibt es jedoch dafür, dass Bungie diese Neuerungen fast als neues Spiel verkaufe.

Bestehende Fans zahlen drauf

"Alle Änderungen und Erweiterungen sind zum Besseren und ein großer Schritt nach vorne für 'Destiny', aber das hat seinen Preis", so Metro. "Die Erweiterung allein hat eine UVP von 40 Euro und obwohl sie mehr Inhalt bietet als die durchschnittliche 10-Euro-Erweiterung, ist das immer noch absurd teuer." Besonders bestehende Spieler würden draufzahlen, denn Neueinsteiger könnten zur "Legendary Edition" greifen, die samt Orignialspiel, beiden bisher veröffentlichten Addons und "The Taken King" bereits für unter 60 Euro im Handel zu haben ist.

"Es ist ein exzellentes Paket und ein guter Einstiegspunkt für neue Spieler. Doch Bungie sollte nun darüber nachdenken, wie es diese Newcomer künftig behandeln wird, damit man diese nicht so verärgert und spaltet, wie bestehende Fans." (zw, 21.9.2015)

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    bild: destiny: the taken king
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