Sumatra-Tiger bleibt trotz tödlichen Angriffs auf Wärterin am Leben

21. September 2015, 10:07
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Online-Kampagne zugunsten von Raubkatze in neuseeländischem Zoo

Wellington – Trotz seines tödlichen Angriffs auf eine Wärterin soll der Sumatra-Tiger Oz aus dem Zoo der neuseeländischen Stadt Hamilton nicht getötet werden. Nach einer Internetkampagne zugunsten von Oz beschloss der Stadtrat am Montag, den Tiger am Leben zu lassen.

Oz sei nur seinen "natürlichen Instinkten gefolgt" und stelle somit keine größere Gefahr für Tierpfleger dar, abgesehen von den generellen Risiken bei der Arbeit mit Raubtieren, erklärte der Rat, der auch für die Verwaltung des Zoos zuständig ist.

Das ausgewachsene Tigermännchen hatte am Sonntag die 43-jährige Pflegerin Samantha Kudewah angefallen und getötet. Die Umstände sind noch unklar. Kudewah galt als leidenschaftliche Tierschützerin und als sehr erfahren mit der Aufzucht von Wildkatzen.

Nach ihrem Tod sammelten zwei Online-Petitionen tausende Unterschriften für die Rettung des Sumatra-Tigers. Der Stadtrat wies nun darauf hin, dass Oz für das Zuchtprogramm des Zoos eine wichtige Rolle spiele. Laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) sind Sumatra-Tiger vom Aussterben bedroht. (APA/AFP, 21.9.2015)

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