Hasenhüttl erwartet "heißen Tanz" in Bremen

18. September 2015, 16:07
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Köln will von Gladbacher Krise profitieren – Stöger: "Phase ausnutzen" – Bayern zu Gast bei Aufsteiger Darmstadt

Bremen/Köln/Darmstadt – Aufsteiger FC Ingolstadt ist mit sieben Punkten aus vier Spielen verheißungsvoll in seine erste Saison in der deutschen Fußball-Bundesliga gestartet. Nun wartet auf die Truppe von Erfolgscoach Ralph Hasenhüttl am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) das Auswärtsspiel gegen den punktegleichen Tabellensechsten Werder Bremen. "Das wird ein heißer Tanz für uns", betonte Hasenhüttl.

Der Steirer warnte nicht nur vor Werder-Rückkehrer Claudio Pizarro. "Natürlich ist spürbar, dass der große Name dort für Euphorie gesorgt hat. Aber man würde der Mannschaft sehr unrecht tun, wenn man sie nur auf Pizarro reduziert", erklärte Hasenhüttl, dessen Club mit einem Erfolg in Bremen Historisches schaffen kann: Ingolstadt wäre dann der erste Aufsteiger, der die ersten drei Auswärtsspiele einer Saison gewinnen konnte. Werder wird wohl ohne seinen verkühlten "Mittelfeldmotor" Zlatko Junuzovic auskommen müssen.

Der mit Ingolstadt und Bremen punktegleiche 1. FC Köln will indes von der Krise bei Borussia Mönchengladbach profitieren. "Wenn es geht, sollten wir die schwierige Phase der Gladbacher ausnutzen", sagte Köln-Trainer Peter Stöger vor dem Derby. Der bisher letzte Kölner Heimsieg gegen die Borussia liegt zwar über zehn Jahre zurück (2:1 am 17. September 2005), doch die bisherigen vier Saisonspiele hat Mönchengladbach allesamt verloren.

"Wir versuchen, ihnen das Spiel so unangenehm wie möglich zu machen", meinte Stöger, dessen Team zuletzt ein 2:6-Debakel bei Eintracht Frankfurt erlebte. "Von den Gladbacher Ergebnissen lassen wir uns nicht blenden. Am Ende wird die Borussia nicht da unten in der Tabelle stehen." Vor allem der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Martin Stranzl trifft die Gladbacher schwer.

Der noch ungeschlagene Aufsteiger Darmstadt empfängt Meister Bayern München. Alles andere als eine Niederlage wäre nach Einschätzung von Trainer Dirk Schuster ein Erfolg. Mit Rückenwind vom 1:0-Sieg in Leverkusen und nahezu in Bestbesetzung wollen die "Lilien" aber auch dem Alaba-Club das Leben schwer machen. "Der Respekt ist riesig, aber wir werden nicht mit Angst in das Spiel gehen", betonte Schuster. Bayern sei "die beste deutsche Mannschaft, vielleicht sogar weltweit".

Bayern-Trainer Pep Guardiola erwartete eine schwierige Aufgabe. "Der Gegner ist sehr unangenehm durch seine Spielweise", sagte der Spanier. "Die spielen wow." Aber wenn man zum vierten Mal nacheinander Meister werden wolle, müsse man auch solche Spiele gewinnen.

Während die Bayern ebenso wie die Dortmunder, die am Sonntag Bayer Leverkusen mit ihrem Ex-Spieler Kevin Kampl empfangen, noch ohne Punktverlust sind, hofft der zählerlose VfB Stuttgart im Heimspiel gegen Schalke 04 endlich auf ein Erfolgserlebnis. "Wir wissen genau, wie kacke die Situation ist", sprach Trainer Alexander Zorniger vor der Partie am Sonntagnachmittag (15.30) Klartext. "Wir wissen, was funktionieren muss, nämlich dass wir punkten müssen." (APA; 18.9.2015)

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