Zuwanderung aus der Türkei schwindet

18. September 2015, 13:35
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Im Ranking der Länder, aus denen die meisten Migranten netto nach Wien zuwandern, ist die Türkei nicht mehr unter den Top 20

Wien – Unter den Zuwanderern nach Wien nehmen die Türken keinen großen Stellenwert mehr ein. In den vergangenen zehn Jahren sind vor allem Deutsche zugewandert, dahinter kommen Polen und Rumänen. Auf Platz vier stehen Serbien und Montenegro, dahinter folgt Ungarn.

Betrachtet man nur das Jahr 2014, sind die Rumänen auf Platz eins, gefolgt von Syrern, Serben und Polen. Das ehemalige Top-Zuwanderungsland Türkei liegt laut MA 23 im Saldo nicht mehr unter den Top-20-Staaten. Der Saldo bezeichnet die Differenz aus Zu- und Abwanderung aus einem/in ein Land.

Ein Viertel der Wiener darf nicht an der Wien-Wahl teilnehmen: Sie haben den falschen Pass. Mitstimmen dürfen nur Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft und EU-Bürger, die in die Wählerevidenz eingetragen sind – wobei Letztere nur auf Bezirksebene wahlberechtigt sind.

Von den 460.163 Wienern ohne österreichische Staatsbürgerschaft sind 57 Prozent Drittstaatsbürger, 43 Prozent sind EU-Bürger. Wobei sich die Mischung ändert, weil die Zuwanderung laufend EU-europäischer wird.

Viele unfreiwillige Nichtwähler im 15. Bezirk

Den größten Ausländeranteil hat der 15. Bezirk: In Rudolfsheim-Fünfhaus dürfen 38,5 Prozent der Bewohner nicht wählen. In der Brigittenau sind es 33,6 Prozent, in Margareten 33,2 Prozent. Am unteren Ende der Statistik finden sich die transdanubischen Flächenbezirke Floridsdorf (18,5 Prozent) und Donaustadt sowie Hietzing (beide 15,8 Prozent) und als Schlusslicht Liesing (14,6 Prozent).

Laut Rathausstatistik können auf Gemeinderatsebene rund 214.000 Personen, die im Ausland geboren wurden, an der Wahl am 11. Oktober teilnehmen. Das sind in etwa 18,7 Prozent der gut 1.144.000 Wahlberechtigten – und somit fast jeder fünfte Wiener.

Grundsätzlich dürfen den Gemeinderat beziehungsweise Landtag in Wien all jene wählen, die die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, hier hauptgemeldet sind und spätestens am Tag der Wahl 16 Jahre alt werden. Die 214.888 Personen, die diese Kriterien erfüllen, aber außerhalb Österreichs zur Welt gekommen sind, seien aber nicht alle per se Migranten, erklärte das Büro der für Wahlen zuständigen Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ). Denn darunter fallen etwa auch Kinder, die während eines Familienurlaubs im Ausland geboren wurden. (APA, sterk, 18.9.2015)

  • Nach Wien kommen immer weniger Zuwanderer aus der Türkei.
    foto: standard/hendrich

    Nach Wien kommen immer weniger Zuwanderer aus der Türkei.

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