Sri Lanka will mögliche Kriegsverbrechen selbst aufarbeiten

17. September 2015, 17:54
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Land stellt sich gegen Forderung des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte

Colombo – Der Inselstaat Sri Lanka will mögliche Kriegsverbrechen im 2009 zu Ende gegangenen Bürgerkrieg selbst aufarbeiten. Damit stellt sich Colombo gegen die Forderung des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Dieses hatte ein Tribunal mit sowohl sri-lankischen als auch internationalen Richtern und Staatsanwälten vorgeschlagen.

Es gebe für Sri Lanka keinen anderen Weg, als ein eigenes Sondergericht einzurichten, sagte Außenminister Mangala Samaraweera am Donnerstag. Beobachter hatten gehofft, die neue Regierung werde sich für die Vorschläge der internationalen Gemeinschaft weiter öffnen. In dem 26-jährigen Bürgerkrieg starben Schätzungen zufolge rund 100.000 Menschen. (APA, 17.9.2015)

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