Finnische Firma wirft Russland Cyberspionage vor

17. September 2015, 16:07
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Laut F-Secure wurden angeblich Ziele in USA, Europa und Asien ausspioniert

Der Studie einer finnischen Datensicherheitsfirma zufolge hat Russland sieben Jahre lang systematisch Cyberspionage in Europa, den USA und Asien gefördert. Die Firma F-Secure berichtete am Donnerstag, eine Hacker-Gruppe namens "The Dukes" habe bei zahlreichen Attacken auf Regierungen und staatliche Stellen Informationen für den russischen Geheimdienst gesammelt.

Die Datenpiraten hätten dafür eine einzigartige Schadsoftware eingesetzt, die Informationen von den infizierten Rechnern absaugte.

NATO-Zentrum unter Angriffszielen

Zu den Zielen gehörten demnach ein Informationszentrum Georgiens bei der NATO, das georgische Verteidigungsministerium, die Außenministerien der Türkei und Ugandas sowie Regierungsstellen und Institute in den USA, Asien und Europa. "Alle Zeichen deuten auf eine Förderung durch den russischen Staat hin", erklärte Artturi Lehtio, der die Studie für F-Secure leitete.

Es ist nicht das erste Mal, dass Moskau Cyberspionage vorgeworfen wird. Im vergangenen Jahr äußerten verschiedene Forschergruppen den Verdacht, die russische und die chinesische Regierung stünden hinter groß angelegten Attacken auf Ziele in den USA und darüber hinaus. Allerdings wird auch in die andere Richtung spioniert: So wurden von dem Wurm Regin, der Regierungs- und Unternehmensgeheimnisse stahl, vor allem Rechner in Russland und Saudi-Arabien angegriffen – und keiner in den USA. (APA, 17.09.2015)

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