Europäischer Gerichtshof stärkt Fluggastrechte bei Verspätungen

17. September 2015, 14:26
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Konstruktionsfehler, Sabotageakte und Terrorangriffe bleiben von der Entschädigungspflicht ausgenommen

Brüssel/Luxemburg – Fluggesellschaften müssen Passagieren auch im Fall von unerwarteten technischen Problemen eine Entschädigung bei Verspätung zahlen. Ausgenommen sind davon nicht erkennbare Konstruktionsfehler, die die Flugsicherheit gefährden, Sabotageakte und Terrorangriffe, urteilte der Europäische Gerichtshof am Donnerstag.

Technische Probleme gelten nicht als Ausrede

Im vorliegenden Fall hatte eine Niederländerin die Fluggesellschaft KLM geklagt, weil ihr Flug von Quito nach Amsterdam 29 Stunden verspätet war. KLM hatte für die Verspätung außergewöhnliche Umstände, nämlich mehrere defekte Teile an der Maschine, geltend gemacht. Diese hätten erst aus Amsterdam nach Quito geliefert werden müssen. Der Gerichtshof entschied, dass die Wartung und der reibungslose Betrieb der Flugzeuge Aufgabe der Airline sind, unabhängig davon, ob das technische Problem vorhersehbar war. (APA, Reuters, 17.9.2015)

  • Eine Niederländerin hatte KLM geklagt, weil ihr Flug 29 Stunden Verspätung hatte. Wartung und reibungsloser Betrieb der Flugzeuge sind Aufgabe der Airline, stellte der EuGH nun fest.
    foto: apa/dpa

    Eine Niederländerin hatte KLM geklagt, weil ihr Flug 29 Stunden Verspätung hatte. Wartung und reibungsloser Betrieb der Flugzeuge sind Aufgabe der Airline, stellte der EuGH nun fest.

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