Öltransporter explodierte im Südsudan: Mindestens 150 Tote

18. September 2015, 09:58
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Menschen versuchten offenbar, Benzin von abgestelltem Lkw abzupumpen

Juba – Mindestens 150 Menschen sind am Mittwoch bei der Explosion eines Öltransporters im Südsudan ums Leben gekommen. Der Lenker habe den Lkw auf seiner Fahrt nahe der Hauptstadt Juba am Straßenrand abgestellt, woraufhin mehrere Menschen versuchten, Benzin abzupumpen, sagte Ateny Wek Ateny, ein Sprecher von Präsident Salva Kiir Mayardit, laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Rund hundert Menschen dürften auf der Stelle gestorben sein, weitere 50 seien verletzt worden, erklärte der Informationsminister des Bundesstaats Western Equatoria, Charles Kisagna. "Wir haben nicht die medizinische Ausrüstung für Verbrennungsopfer und können das Überleben dieser Menschen nicht garantieren", so Kisagna. Tatsächlich erlagen die meisten Verletzten ihren schweren Verbrennungen.

Der Südsudan gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. In der Vergangenheit ist es mehrfach zu ähnlichen Situationen gekommen, nachdem Frachttransporte auf den zumeist nicht befestigten Straßen zum Stehen gekommen waren. Der Staat befindet sich nach wie vor im Kriegszustand, weil eine im August unterzeichnete Waffenruhe zwischen Regierung und Rebellen nicht eingehalten wird. Damit habe die Explosion aber nichts zu tun, sagte Ateny. (red, 17.9.2015)

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