Wiener arbeiten für Smartphone doppelt so lange wie Zürcher

17. September 2015, 12:42
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New York und Zürich sind die teuersten Städte der Welt. Wien liegt bei der Kaufkraft im Spitzenfeld, gearbeitet wird vergleichsweise wenig

Wien/Zürich – New York und Zürich sind die teuersten Städte der Welt. Das geht aus der von der Schweizer Großbank UBS am Donnerstag veröffentlichten Studie "Preise und Löhne" hervor. Dafür wurden Waren, Dienstleistungen und Löhne in 71 Metropolen verglichen. Wien liegt im internationalen Vergleich im Mittelfeld. Am günstigsten lebt es sich einschließlich der Mietpreise in der bulgarischen Hauptstadt Sofia.

In der Statistik, in der das Preisniveau in Zürich mit 100 Punkten festgelegt wurde, erreichte New York 107,9 Punkte. Auf Platz drei rangiert Genf mit 99,0 Punkten. Die österreichische Hauptstadt liegt mit 57,6 Punkten auf Platz 35. Die wenigsten Kosten müssen der Studie zufolge die Bewohner Sofias (32,7 Punkte) aufbringen.

Bei der Kaufkraft liegt Wien hingegen im Spitzenfeld. Gemessen am Netto-Jahreseinkommen kommt Wien mit 70,9 Punkten auf den 14. Platz unter den 71 untersuchten Städten. Am höchsten ist die Kaufkraft in der Referenzstadt Zürich (100 Punkte), am niedrigsten in der indonesischen Hauptstadt Jakarta (10,8 Punkte).

Zürcher haben Smartphone am schnellsten

Verglichen wurde zudem, wie lange für den Erwerb bestimmter Waren gearbeitet werden muss: Beispielsweise das iPhone 6, das beinahe in allen Städten gekauft werden kann und überall in gleicher Verarbeitung erhältlich ist. Am schnellsten können sich die Zürcher das Smartphone leisten. Etwas mehr als 20 Stunden brauchen sie, um ausreichend für den Kauf verdient zu haben. In Wien dauert es hingegen mit einer Woche (40 Arbeitsstunden) doppelt so lang. Am geduldigsten müssen nach der Erhebung mit mehr als 620 Stunden die Bewohner Kiews sein – 30 Mal länger als die Züricher.

Bei der jährlichen Arbeitszeit zeigen sich große Unterschiede. Am fleißigsten sind die Einwohner von Mexiko-Stadt. Sie kommen im Jahr durchschnittlich auf 2261 Arbeitsstunden – bei nur 17 Urlaubstagen. Wesentlich weniger arbeiten hingegen die Wiener: Sie kommen auf 1678 Stunden im Jahr. 27 Tage sind dabei arbeitsfrei. Weniger arbeiten nur die Menschen in Paris (1604 Stunden, 29 Urlaubstage), Lyon (1631 Stunden, 29 Urlaubstage) und Moskau (1647 Stunden, 31 Urlaubstage). (APA, 17.9.2015)

  • Statistiken sind natürlich immer mit Vorsicht zu genießen. Wer will kann aus dieser aber herauslesen, dass Wiener und Wienerinnen vergleichsweise wohlhabend sind.
    foto: apa/schlager

    Statistiken sind natürlich immer mit Vorsicht zu genießen. Wer will kann aus dieser aber herauslesen, dass Wiener und Wienerinnen vergleichsweise wohlhabend sind.

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