Benachteiligung von Frauen: Microsoft droht Sammelklage

17. September 2015, 07:57
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Ex-Angestellte wurde bei Beförderungen übergangen

Microsoft muss sich in den USA einer möglichen Sammelklage wegen angeblicher Benachteiligung seiner Mitarbeiterinnen stellen. Eine frühere Angestellte des Softwarekonzerns brachte die Klage am Mittwoch in Seattle ein. Sie wirft Microsoft vor, bei Beförderungen übergangen worden zu sein und regelmäßig schlechtere Beurteilungen als ihre männlichen Kollegen erhalten zu haben.

Könnte weitere Klagen auslösen

Es war offenbar die erste Klage dieser Art gegen den US-Konzern. Sollte sie Erfolg haben, könnte sie aber auch anderen in ähnlicher Form betroffenen Mitarbeiterinnen des Konzerns Ansprüche verschaffen. Microsoft war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen. Wie teuer die Klage das Unternehmen kommen könnte, war nicht klar. Microsoft hat 117.000 Mitarbeiter.

Microsoft-Chef patzte

Microsoft-Chef Satya Nadella war im vergangenen Jahr heftig kritisiert worden, als er sagte, Frauen in der Technologoe-Branche sollten nicht nach Gehaltserhöhungen fragen. Sie sollten stattdessen darauf vertrauen, dass sie gerecht entlohnt würden. Später entschuldigte er sich für die Äußerungen und erklärte, Microsoft bezahle seine männlichen und weiblichen Mitarbeiter gleich. (APA, 17.9.2015)

  • Microsoft könnte die Klage teuer zu stehen kommen
    foto: reuters/stapleton

    Microsoft könnte die Klage teuer zu stehen kommen

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