Oberösterreich-Wahl: Fünf Fragen an die Spitzenkandidaten

Ansichtssache17. September 2015, 05:30
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Ein Überblick über die Positionen von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grünen, KPÖ, CPÖ und Neos

Noch nie gab es bei einer Wahl in Oberösterreich so viele Stimmberechtigte: 1.155.070 Personen dürfen am 27. September zur Wahlurne schreiten. Die Anzahl der antretenden Parteien ist überschaubarer, der Vergleich macht dennoch sicher. Markus Rohrhofer bat die sieben Spitzenkandidaten Josef Pühringer (ÖVP), Reinhold Entholzer (SPÖ), Manfred Haimbuchner (FPÖ), Rudi Anschober (Grüne), Leo Furtlehner (KPÖ), Daniel Dragomir (CPÖ) und Judith Raab (Neos) um fünf Antworten zu brennenden Landesfragen.

foto: apa/barbara gindl
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Josef Pühringer (65) sitzt auch nach 20 Jahren fest im Chefsessel der ÖVP und des Landes.

Frage: Oberösterreich wird sich in den kommenden sechs Jahren positiv entwickeln, weil?

Pühringer: Weil ich alles dar ansetzen werde, dass nach der Wahl wie bisher das Gemeinsame vor das Trennende gestellt wird. Als Landeshauptmann sehe ich mich vor allem auch als ersten Klimamacher im Land.

Frage: Insbesondere auf dem Land gibt es in Oberösterreich immer weniger Hausärzte — wie kann man da gegensteuern?

Pühringer: Wir haben mit der Med-Fakultät in Linz einen großen Schritt gemacht, um den Ärztebedarf mittel- und langfristig zu decken. Im Bereich der Hausärzte und praktischen Ärzte auf dem Land muss die Lehrpraxis forciert werden.

Frage: Wie stehen Sie zu einer Verkleinerung des Landtags und einem Ende der Proporzregierung?

Pühringer: Eine Änderung der Regierungsform oder die Größe des Landtages ist für mich diskutabel. Eine Diskussion über eine Änderung der Regierungsform hat aber nicht stattgefunden, weil FPÖ und SPÖ Nein gesagt haben.

Frage: Der Frust ist bei Wirtschaftstreibenden angesichts einer Überregulierung groß – wie würden Sie gegensteuern?

Pühringer: Ich kann den Ärger der Unternehmer nachvollziehen. In der Vergangenheit wurde in Sachen Vorschriften und Regelungen überzogen. Wir brauchen wieder den Mut zur Lücke und mehr Eigenverantwortung.

Frage: Welche Maßnahmen braucht es für eine gelungene Integration von Migranten in Oberösterreich?

Pühringer: Eine Grundvoraussetzung ist auf jeden Fall, Deutschkurse anzubieten, damit die Flüchtlinge auch sehr schnell die deutsche Sprache lernen. Die Sprache ist die Voraussetzung für eine gelungene Integration.

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