"Landraub": Reich und Arm

16. September 2015, 16:19
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Dokumentarfilm von Kurt Langbein

Von allen Ressourcen, die über die Maßen ausgebeutet werden, sind Agrarflächen besonders wertvoll. Denn sie sind bereits aufgebraucht. "Sie werden lächeln, wann immer Sie Ihre Bank besuchen", hört man zu Beginn einen Manager, der in das Geschäft mit Palmöl investiert hat. Vorausgesetzt man hat Land in Malaysia oder Indonesien gekauft, das in eine Plantage verwandelt wurde.

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Diese Art der Landgewinnung kann man natürlich auch als Landraub bezeichnen wie etwa der heimische Dokumentarist Kurt Langbein. Verschiedene Schauplätze und Szenarien in Afrika und Asien – sowie die Weizenfelder im Banat – dienen hier jedoch vorrangig der Bekräftigung der vorgeformten These vom alles vernichtenden Kapital, das irgendwo im Westen jemandem ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Doch Reich und Arm trennt mehr als bloß ein harter Schnitt. (pek, 16.9.2015)

  • Das Kapital braucht auch menschliche Arbeitskraft: indonesische Plantagenarbeiter in "Landraub".
    foto: filmladen

    Das Kapital braucht auch menschliche Arbeitskraft: indonesische Plantagenarbeiter in "Landraub".


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