Die Welt in einem Zug: Wo der Weg das Ziel ist

16. September 2015, 12:55
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"Durch die Eisenbahnen wird der Raum getötet, es bleibt uns nur noch die Zeit übrig": Diesen Befund gab Heinrich Heine 1843 ab, als Europas Städte durch den rapiden Aufbau der Schienennetzte aneinanderrückten. Unser Autor Kai Althoetmar hat mehr als 150 später eine gegenteilige Erfahrung gemacht: Kurz bevor die Transsibirische Eisenbahn 100 Jahre alt wird, ist er damit quer durch Russland gefahren – einen Raum, so unvorstellbar groß, dass er nicht einfach verschwindet.

Autor Helge Sobik wiederum ist in einem Zug von Toronto nach Vancouver gerattert und hat dabei herausgefunden, dass der Erbauer der Transkanadastrecke auch passionierter Landschaftsmaler war. Eine Kombination, die jeder Reisende heute noch nachvollziehen kann. Beide Bahnfahrten sind nicht gerade billig. Also hat Sascha Aumüller noch ein paar der schönsten Zugstrecken weltweit recherchiert, die manchmal zum Preis eines U-Bahn-Tickets zu haben sind.

Weiters am Freitag im RONDO:


  • Der schönste Schein: Eine ganze Reihe von Ratgeberbüchern zeigt: Niemand wird mehr für ihren Stil verehrt als die Pariserin. Dabei ist die von Natur aus betörende Französin ein Fantasiegeschöpf.

  • Der schwedische Autor und Journalist Richard Swartz hat ein Buch über das Wiener Flohmarktleben geschrieben. Michael Hausenblas sprach mit ihm über das Feilschen, die Seele von Objekten und den Verkaufsschlager Hitler-Büste.

  • Hopfen und Schmalz: Niemand würde es wagen, am obligaten Bier zum Gulasch zu zweifeln: Als perfekter Speisenbegleiter findet Bier nun aber auch in der gehobenen Gastronomie immer mehr Anhänger.

  • Die Lampe am Handy ist praktisch, aber leert den Akku recht schnell: Unterwegs oder auf der Berghütte ist eine Taschenlampe gefragt: Wir haben verschiedene Modelle getestet.

  • Artikelbild
    foto: corbis/john und lisa merrill
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