Zaptip: Magnetisches Ladekabel soll USB-Anschlüsse schonen

15. September 2015, 19:03
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Schnellaufladung und Datenübertragung – Projekt wird Crowdfunding-Erfolg

Verschleißteile sind der natürliche Begrenzer der Lebensdauer von Geräten. Das gilt auch für mobile Begleiter wie Smartphones oder Tablets. Einer, der sich praktisch auf jeder tragbaren Elektronik findet, ist ein Anschluss für Datenübertragung und Stromversorgung – also in der Regel ein microUSB-Anschluss oder ein Lightning-Port auf Apple-Devices.

Wird dieser durch Kabelbewegungen und häufiges Ein- und Ausstecken locker, gestaltet sich die Reparatur des eigentlich nur wenige Cent teuren Bauteils oft mühsam und kostspielig. Ein Problem, das das US-Start-up Charge Labs mit einem magnetischen Ladekabel und kleinen Adaptern namens Zaptip lösen will.

charge labs

Magnetischer Stecker und Kabel

Das Prinzip: Ein winziger Stecker mit magnetischen Eigenschaften wird in den USB- oder Lightning-Anschluss des Gerätes eingeschoben. Er verfügt bei beiden Varianten über die gleichen flachen Kontakte nach Außen und ist dafür gedacht, im Gerät zu verbleiben, da er nur einen Millimeter über den USB-Slot hinaus ragt.

Den zweiten Teil des Sets bildet das Ladekabel selbst. Dieses verfügt auf der einen Seite über einen normalen USB-Stecker zur Verbindung mit einer Datenquelle oder einem Ladegerät. Am anderen Ende befindet sich das Gegenstück zum Magnetport, das sich an diesen bei Annäherung automatisch anheftet. Verkehrtes Anbringen ist nicht möglich, da der Stecker in beiden Ausrichtungen arbeitet. Somit soll auch das einhändige Anstecken des Ladekabels problemlos möglich sein.

Der Hersteller verspricht dabei einen hohen Stromdurchsatz, der je nach Stromquelle und Endgerät den Aufladevorgang deutlich beschleunigen kann. Im Gegensatz zu manchen ähnlichen Lösungen funktioniert über Zaptip auch die Übertragung von Daten.

foto: charge labs

Großer Erfolg bei Indiegogo

Zur Finanzierung der bereits angelaufenen Produktion haben die Charge Labs eine Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo ins Leben gerufen. Diese läuft in wenigen Tagen ab und hat sich bislang sehr erfolgreich gestaltet. Mindestens 8.000 Dollar wollten die Hersteller auf diesem Wege lukrieren, mittlerweile steht man bei über 110.000 Dollar.

Unterstützer erhalten ein Set mit zwei Magnetstecker und einem Kabel für 21 Dollar (aktuell etwa 18,6 Euro), das Porto beträgt je nach Zielland zwischen drei und fünf Dollar. Auch größere Sets werden als Belohnung für das Investment angeboten. Es wird vier Farben zur Auswahl geben, außerdem überlegen die Entwickler, in Zukunft auch eine Variante für USB-C-Anschlüsse zu produzieren. Die Auslieferung könnte noch im September starten, soll aber spätestens im Oktober beginnen. (gpi, 15.09.2015)

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