DER STANDARD präsentiert:

15. September 2015, 18:26

Aus den Augen, aus dem Sinn – Ereignisse im toten Winkel der Bildberichterstattung
am 23. September 2015, 19.00 Uhr

Lange Zeit konnte man den Eindruck gewinnen, das Schicksal der Flüchtlinge aus Nordafrika und dem Nahen Osten auf ihrem Weg nach Europa werde von den Augen der Öffentlichkeit, respektive den Bildmedien, weitestgehend ignoriert. Seit Anfang September kann davon keine Rede mehr sein: Bilder der Flüchtlingsm.rsche bestimmen die Titelseiten, die Fotografie des auf der Überfahrt auf die griechische Insel Kos ertrunkenen dreijährigen Aylan Kurdi wird zum Symbol der gesamten Tragödie. Aufmerksamkeit aber, das zeigt die Erfahrung, ist ein knappes Gut. Was heute die Medien bestimmt, kann morgen schon wieder in Vergessenheit geraten. Mindestens ebenso wichtig wie die Bilder, die man sieht, ist deshalb die Frage nach den Bildern, die ungesehen bleiben, nach den Mechanismen der Berichterstattung, nach Bildpolitiken und nach den Funktionsweisen der Aufmerksamkeitsökonomie.

Es diskutieren:
Elias Bierdel
Journalist borderline-europe – Menschenrechte ohne Grenzen e.V.

Fritz Hausjell
Medienwissenschaftler, Institut für Publizistik, Universität Wien

Regine Hendrich
Fotografin, DER STANDARD

Sahel Zarinfard
Journalistin, Dossier

Moderation:
Irene Brickner

DER STANDARD

Mittwoch, 23. September 2015, 19.00 Uhr

WestLicht. Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40, 1070 Wien

Die Diskussion findet im Rahmen der Ausstellung World Press Photo 15 statt, 11. September – 18. Oktober 2015, Fotomuseum WestLicht. Eintritt zur Veranstaltung frei mit gültigem Ausstellungsticket.

Das WestLicht spendet einen Teil der Einnahmen an die Flüchtlingshilfe.

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    foto: 2. preis einzelfotos, reportagen © massimo sestini, italien
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