Baukran-Unglück in Mekka keine grobe Fahrlässigkeit

15. September 2015, 18:04
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Aber der Baukonzern soll zunächst keine weiteren Regierungsaufträge mehr bekommen

Istanbul – Das Kranunglück mit mehr als 100 Toten in Mekka ist einem saudischen Gericht zufolge keine Folge grober Fahrlässigkeit. Das berichtete der Nachrichtensender Al-Arabija am Dienstag. Dennoch solle der saudische Binladin-Konzern, der mit den Bauarbeiten an der Großen Moschee beauftragt war, während der weiteren Untersuchungen zunächst keine Regierungsaufträge mehr bekommen, hieß es.

Laut staatlicher Nachrichtenagentur SPA wurde gegen Mitarbeiter des Unternehmens eine Reisesperre verhängt. Das Bauunternehmen ist vom Vater des getöteten Terroristenchefs Osama bin Laden gegründet worden und gehört zu den größten der Welt.

Laut SPA-Agentur sollen die Familien der Todesopfer umgerechnet rund 237.000 Euro Entschädigung bekommen. Beim Sturz des Baukrans auf das islamische Heiligtum waren am vergangenen Freitag mehr als 100 Menschen getötet worden. Der Kran stammt vom Baumaschinen-Hersteller Liebherr in Baden-Württemberg, der seinen Hauptsitz in der Schweiz hat. (APA, 15.9.2015)

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