Nachts ganz lang im Museum

15. September 2015, 17:01
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Am 3. Oktober zeigt die österreichische Museenlandschaft ihr ganzes Spektrum

Wien – Der Vorwurf, Österreich sei rückwärtsgewandt, ist ein beliebter. Und die Hauptstadt hat ja – zumindest in ihrem Kern – tatsächlich etwas museal Anmutendes: überteuertes Essen, historische Bauten und mit Selfie-Stangen ausgerüstete Touristen, die im Blickwechsel zwischen Gebäuden und Karten gefangen sind.

Es scheint nur folgerichtig, diesen Umstand zumindest einmal im Jahr ordentlich auszustellen. Die "ORF Lange Nacht der Museen" feiert ihn sogar: 731 Museen, Galerien und Kultureinrichtungen öffnen österreichweit am 3. Oktober zwischen 18 und ein Uhr ihre Tore. Geboten wird den Besuchern (im letzten Jahr zählte man insgesamt fünf Millionen Gäste) ein beinahe allumfassendes Programm: Mit einem Ticket erhält man Eintritt in Verschiedenstes, dessen Umfang den Rahmen eines Abends sprengt. Vom Kunsthaus Wien bis zum Galerie-Muh-Museum in Kötschach-Mauthen ist alles vertreten.

Von Beschau zu Beschau gelangt man mit dem Kombiticket der Öffis und in Wien erstmals auch mit den City-Bikes. Als weiteres Novum stellte sich bei der Pressekonferenz u. a. das Viktor-Frankl-Museum vor. Natürlich sind auch die Klassiker wie das Leopold-Museum vertreten. "Hochspannung" wollen die vielen Shows im Technischen Museum Wien bieten, wo auch einiges ausprobiert werden darf.

Neben dem üblichen Werbeprogramm (13.000 Plakate) überträgt ORF 3 heuer live. (kf, 15.9.2015)

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