I wie Inzersdorf

16. September 2015, 09:00
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DER STANDARD erklärt im Wien-Lexikon bis zur Wahl am 11. Oktober die wichtigsten Begriffe der Stadt

Inzersdorf; ist ein großes Industriegebiet im Süden Wiens. Es beherbergt etwa den Großmarkt, wo täglich auf 30 Hektar Fläche landwirtschaftliche Erzeugnisse und Blumen gehandelt werden, sowie die Firma Inzersdorfer, die schon 1873 als "Erste österreichische Militärkonservenfabrik" gegründet wurde. Inzersdorf ist mit rund 854 Hektar der flächenmäßig größte Liesinger Bezirksteil. Im Zweiten Weltkrieg gehörte es zu jenen Wiener Gebieten, die am meisten unter Bombenangriffen zu leiden hatten, da sich hier viele bedeutende Industrieanlagen befanden.

Nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 wurde Inzersdorf gemeinsam mit Liesing, Perchtoldsdorf, Vösendorf und anderen Orten als 25. Bezirk nach "Groß-Wien" eingemeindet. Erst 1954 wurde aus Inszersdorf, Liesing, Mauer, Kalksburg, Rodaun, Atzgersdorf, Erlaa und Siebenhirten der 23. und jüngste Bezirk Wiens. Perchtoldsdorf und Vösendorf wurden damals an Niederösterreich zurückgegeben. (cmi, 16.9.2015)

foto: wikimedia commons
Aus Georg Mathaeus Vischers Topographia Archiducatus Austriae inferioris, 1672.
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