Putin verteidigt Festhalten an Assad-Regime

15. September 2015, 14:59
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Tote bei neuerlichem Anschlag in nordöstlicher Stadt Hassaka

Duschanbe – Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Militärhilfe seines Landes an Syrien verteidigt und angemerkt, dass ohne sie die Flüchtlingszahlen in Europa noch höher wären.

Beim Gipfeltreffen des Militärbündnisses CSTO (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit) in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe sagte Putin am Dienstag, in Syrien seien die meisten Menschen nicht vor der Armee, sondern vor islamistischen Gruppen wie der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) auf der Flucht.

Moskau werde der "legitimen" syrischen Führung auch weiterhin militärische Unterstützung leisten, bekräftigte der Kreml-Chef. Hätte es das nicht getan, wäre die Lage dort schlimmer als in Libyen. Erneut rief Putin zu einer Koalition gegen den IS auf, der Syrien und den Irak umfassen müsse.

Assad zu Zusammenarbeit bereit

"Vorrang hat heute die Vereinigung unserer Kräfte gegen den Terrorismus", sagte Putin. Nur so könnten auch andere dringende Probleme wie die Flüchtlingsfrage gelöst werden. Der syrische Präsident Bashar al-Assad sei bereit, gemeinsam mit der zur Zusammenarbeit bereiten sogenannten gesunden Opposition den mehr als vier Jahre dauernden Bürgerkrieg in Syrien friedlich beizulegen.

Hinweise auf ein verstärktes militärisches Engagement Russlands in Syrien hatten zuletzt in Washington für Beunruhigung gesorgt. Die US-Regierung befürchtet, dass dabei auch von ihr als gemäßigt bezeichnete Rebellen in die Schusslinie geraten könnten, die mit westlicher Unterstützung gegen Assad kämpfen. (APA; 15.9.2015)


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