Mattersburg bleibt dran

13. September 2015, 18:18
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Die Burgenländer bezwingen Sturm und liegen als Vierte nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Admira Wacker – Dritte Niederlage in Folge für Sturm

Mattersburg – Der SV Mattersburg hat auch zum Abschluss der 8. Fußball-Bundesligarunde seinen Siegeszug im Heimstadion fortgesetzt. Die zuhause makellosen Burgenländer bejubelten gegen Sturm Graz in einem mäßigen Bundesligaspiel ein letztlich verdientes 2:0. Während die Vastic-Elf mit 15 Punkten auf Rang vier liegt, rangieren die blutleer auftretenden Grazer nach der dritten Pleite in Folge an sechster Stelle.

Kapitän Patrick Farkas verwertete erst in Minute 68 eine Hereingabe von Karim Onisiwo nach schwerem Grazer Abwehrpatzer zum 1:0. In der Nachspielzeit gelang dem Kapitän die Entscheidung (94.). Es war bereits der fünfte Saisonsieg des Aufsteigers, der vierte vor heimischem Publikum. Sturm dagegen holte in den vergangenen vier Spielen nur einen Zähler. Die mit großen Ambitionen in die Saison gestarteten Grazer drohen mit lediglich neun Punkten bereits vor dem Ende des ersten Saisonviertels den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze zu verlieren.

Unveränderte Startelf

1:0 gegen den WAC, 4:2 bei Rapid Wien – Mattersburg-Trainer Ivica Vastic sah vor dem Duell gegen seinen Herzensclub keine Notwendigkeit, seine Startelf zu verändern. Vastic schickte zum dritten Mal in Folge dieselbe Elf auf den Rasen. Sein Gegenüber, Franco Foda, setzte ebenfalls auf gewohntes Personal. Einzig Anel Hadzic fand sich statt Wilson Kamavuaka auf der Bank wieder. Neuzugang Tanju Kayhan stand wie der verletzte Simon Piesinger nicht im Kader.

Offiziell 8.200 Zuschauer im Mattersburger Pappelstadion sahen ein Bundesligaspiel auf mäßigem Niveau. Viele kleine Fehler und Ungenauigkeiten auf einem ungewöhnlich sandigen Untergrund stoppten aussichtsreiche Aktionen meist im Keim. Dennoch kamen beide Mannschaften ohne langes Abtasten zu Möglichkeiten: Der starke Sturm-Goalie Michael Esser rettete nach Perlak-Vorlage gegen Mattersburg-Torjäger Markus Pink (8.). Auf der Gegenseite zeichnete sich Mattersburgs Torhüter Markus Kuster bei einem Versuch von Thorsten Schick und dem Nachschuss von Josip Tadic aus (11.).

Mattersburg nutzt Fehler

Nach Vitalijs Maksimenkos Mattersburg-Debüt – er kam für den angeschlagenen Thorsten Röcher – bewahrte Esser die Grazer gegen Pink ein weiteres Mal vorm ersten Verlusttreffer (29.). Danach flachte die Partie zusehends ab – bei einem 30-m-Distanzschuss von Schick streckte sich Kuster erfolgreich (32.). Sekunden später strich ein Schuss des ansonsten schwachen Kristijan Dobras (33.) als letzte aussichtreiche Möglichkeit vor der Pause knapp vorbei.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Grazer erst das Spiel, spielten ihre Angriffe aber wenig konkret zu Ende. Nach Sturms kurzer Drangphase plätscherte das Spiel fast ohne Torszenen vor sich hin. Einziger Höhepunkt in dieser Phase war eine Aktion von Klem, der eine Hereingabe im Rutschen mit der angelegten Hand abwehrte (65.). Dann legte der eingewechselte Martin Ehrenreich dem herannahenden Onisiwo den Ball in Slapstick-Manier vor, den nachfolgenden Stanglpass verwertete Farkas im Heranrutschen zum 1:0 (68.). Da passte auch das Kopfschütteln von Sturms General Manager Gerhard Goldbrich auf der Tribüne wenige Minuten zuvor dazu.

Die größte Ausgleichschance vergab Joker Bright Edomwonyi, der einen Flankenball knapp über das Tor köpfelte (83.). Am Ende drückte die Vastic-Elf sogar noch auf das zweite Tor. In der vierten Minute der Nachspielzeit gelang dem besten Mann am Platz das verdiente 2:0. In den letzten 15 Duellen der beiden Teams gewann nur ein einziges Mal die Auswärtsmannschaft. (APA, 13.9.2015)

Bundesliga – 8. Runde:
SV Mattersburg – SK Sturm Graz 2:0 (0:0)
Mattersburg, Pappelstadion, 8.200 Zuschauer, SR Schörgenhofer.

Tor: 1:0 (68.) Farkas, 2:0 (94.) Farkas

Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Mahrer, Farkas – Perlak, Jano, Prietl (85.) – Röcher (14. Maksimenko), Pink (79. Templ), Onisiwo

Sturm: Esser – Potzmann (46. Ehrenreich), Madl, Spendlhofer, Klem – Kamavuaka, Offenbacher (71. Edomwonyi) – Schick, Avdijaj, Dobras – Tadic (64. Kienast)

Gelbe Karten: Malic, Höller bzw. Klem, Avdijaj, Madl

  • Mattersburg bleibt Heimmacht.
    foto: apa/hochmuth

    Mattersburg bleibt Heimmacht.

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