Djokovic und Federer mühelos ins Endspiel

12. September 2015, 00:57
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Die Nummer 1 lässt Titelverteidiger Cilic nur drei Games, auch das schweizer Duell war im zweiten Halbfinale eine klare Angelegenheit – Federer führt im direkten Vergleich 21:20

New York – Novak Djokovic gegen Roger Federer – mehr geht im US-Open-Finale nicht. Die beiden herausragenden Tennisspieler dieser Tage werden am Sonntag in New York wieder einmal untereinander ausmachen, wer im Moment der Beste ist.

"Er spielt immer auf einem hohen Niveau. Er sorgt dafür, dass du dein bestes Tennis spielst", sagte Djokovic über Federer. "Er ist schwer zu schlagen, dazu ist er mental stark. Ich mag diese Herausforderung und werde bereit dafür sein", sagte Federer über Djokovic.

Die Halbfinali stellten für beide keine Herausforderung dar – aus unterschiedlichen Gründen. Djokovic profitierte beim 6:0,6:1,6:2 über Marin Cilic davon, dass der kroatische Titelverteidiger unter einer Knöchelverletzung litt und nach eigenen Worten bei jedem anderen Turnier wahrscheinlich gar nicht angetreten wäre.

Stan the Man ohne Chance

Nach dem einseitigsten US-Open-Halbfinale der Profi-Ära und Djokovics 14. Sieg über Cilic im 14. Vergleich fertigte Federer seinen Landsmann Stan Wawrinka 6:4,6:3 6:1 ab. Beim 17. Sieg im 20. Duell ließ der 34-Jährige dem French-Open-Champion, dem er in Paris noch unterlegen war, am Freitag schlicht keine Chance. Beide Partien dauerten nur rund eineinhalb Stunden.

Nun also das Endspiel – das erste in New York für Federer seit seiner Niederlage gegen den Argentinier Juan Martin del Potro im Jahr 2009. "Hört sich lang an. Ist aber nicht so lange her, meiner Meinung nach", sagte Federer. Die einstige Nummer eins ist ein Phänomen: Wie sich Federer seit dem verlorenen Wimbledon-Finale gegen Djokovic vor zwei Monaten scheinbar wieder einmal neu erfunden hat, verblüfft. Keinen Satz gab er in Flushing Meadows bisher ab, das Masters-Turnier in Cincinnati eingeschlossen gewann er 28 Sätze in Serie.

Es ist King Rogers Chance auf die sechste US-Open-Trophäe und den insgesamt 18. Grand-Slam-Titel. Damit würde er diesen Rekord weiter ausbauen. Den bisher letzten holte der Baseler 2012 in Wimbledon, wo ihn Djokovic zuletzt zweimal im Endspiel bezwang. Im Finale von Cincinnati zog der Serbe aber den Kürzeren und liegt im direkten Vergleich daher mit 20:21 hinten. (APA, red, 12.9.2015)

  • Eiskalt: Novak Djokovic.
    foto: reuters/deutsch

    Eiskalt: Novak Djokovic.

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