Soll Österreich das Dosenpfand einführen?

Diskussion14. September 2015, 19:23
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Dosen kommen immer häufiger vor. Ein passendes Pfandmodell lässt in Österreich noch auf sich warten

In Österreich gibt es keine einheitliche Pfandregelung, es obliegt dem jeweiligen Hersteller, Pfand für seine Verpackung zu verlangen. In den Supermarktregalen finden sich heutzutage größtenteils PET-Flaschen und Getränkedosen. Die klassische Kiste Wasser wird mehr und mehr zu einem Nostalgie-Produkt. Dosen sind aber bei weitem nicht nur im Getränkesektor zu finden, man denke nur an Lebensmittel wie Linsen, Thunfisch, Erbsen oder auch Tiernahrung.

Vorreiter Skandinavien

Die meisten Länder der Europäischen Union haben das Einwegpfand-System nicht umgesetzt. Eine Vorreiterrolle nehmen hingegen die skandinavischen Länder ein, so ist beispielsweise seit 1885 in Schweden die 33-cl-Glasflasche eine Pfandflasche, später folgten Dosen, Glas- und PET-Einwegflaschen. Norwegen nimmt Dosen wie auch Flaschen, Finnland erstattet 15 Cent pro Dose und auch in Deutschland können Dosen schon seit dem Jahr 2003 gegen Pfand getauscht werden.

Wie soll Österreich sich entscheiden?

Halten Sie es für sinnvoll, das Pfandsystem in Österreich auszudehnen? Wie hoch sollte das Pfand auf Dosen sein und sollte dieses Pfand nach Verpackungsgröße gestaffelt werden? Gibt es Ihrer Meinung nach ein Land, an dem wir uns ein Beispiel nehmen könnten? (ste, kub, 14.9.2015)

  • Dosenpfand ist in vielen Ländern schon üblich.
    foto: dpa/dpaweb/frank may

    Dosenpfand ist in vielen Ländern schon üblich.

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