Politik begreifbar machen

Userkommentar14. September 2015, 16:56
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Das Unterrichtsfach Politische Bildung würde zweifellos die derzeitige Distanz zwischen Jugendlichen und Politik verringern

Die Politik bestimmt unser aller Leben. Jugendliche Wähler sollten daher politische Strukturen kennenlernen und im Schulunterricht diskutieren. Durch das Begreifen der demokratischen Spielregeln können vielleicht sogar radikale und extremistische Positionen verhindert werden.

Politische Inhalte müsste man im Unterricht selbstverständlich neutral behandeln. Nur wenige Jugendliche wissen beispielsweise, wie sich die Parteien zu bestimmten Themen positionieren. Es wäre sinnvoll, die einzelnen Standpunkte von Parteien zu bestimmten Themen zu vermitteln. Mit diesem Lösungsvorschlag würden sich Schüler eine eigene Meinung bilden, was wieder wichtig für unsere Gesellschaft wäre. In Diskussionsrunden könnten Jugendliche lernen, sich besser auszudrücken und andere Meinungen zu tolerieren. Wählerschwund und Politikverdrossenheit sollten vor allem bei den jugendlichen Erstwählern verhindert werden.

Wenn man sich die Zahlen anschaut, etwa an meiner Schule, merkt man, dass Handlungsbedarf herrscht. Denn mehr als zwei Drittel der potenziellen Erstwähler wissen zum Wahlkampfauftakt noch nicht, wen sie wählen sollen. Für diese Gruppe ist zum Großteil Politik uninteressant.

Eine stabile Demokratie erfordert mündige Bürger. Politisches Grundwissen muss in der Schule vermittelt werden, da genau hier unsere Zukunft angesprochen wird. Denn wer nichts weiß, wird alles glauben. (Raphael Suchomel, 14.9.2015)

Raphael Suchomel (16) ist Schüler in Wien und engagiert sich bei der Jungen ÖVP.

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  • Politisches Grundwissen muss in der Schule vermittelt werden.
    foto: apa / roland schlager

    Politisches Grundwissen muss in der Schule vermittelt werden.

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