Im Turnus heißt das Duell Altach gegen Rapid

11. September 2015, 15:49
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Der Tabellenführer verteidigt vor dem Europa League Spiel gegen Villarreal das Ziel Nummer eins. Jelic muss nicht gleich ein Beric werden

Altach/Wien – Rapid Wien möchte vor dem Start in die Fußball-Europa-League noch einmal kräftig Selbstvertrauen tanken. Die Hütteldorfer gastieren am Samstag (16.00 Uhr) in der achten Bundesliga-Runde bei Altach und wollen mit drei Punkten aus eigener Kraft die Tabellenführung verteidigen. Zudem geht es für die Schützlinge von Coach Zoran Barisic darum, die tolle Auswärtsserie fortzusetzen.

Für die Wiener gab es zuletzt mit dem 2:4 im Happel-Stadion gegen Mattersburg die erste Liganiederlage nach 18 Partien. Nachdem diese imposante Serie gerissen ist, gilt es nach dem Ende der Länderspielpause eine andere zu prolongieren. Auswärts sind die Rapidler seit dem 1:2 beim Lokalrivalen Austria am 8. März neun Spiele unbesiegt. Die letzte Niederlage außerhalb von Wien liegt mit dem 22. November 2014 (1:3 in Grödig) noch länger zurück.

Ja zu Jelic

Bei Rapid könnte Matej Jelic sein Ligadebüt geben. Der erst kurz vor Transferschluss als Robert-Beric-Ersatz von Zilina verpflichtete Stürmer wird aber wohl nicht von Beginn an zum Zug kommen. "Er wird auf alle Fälle im Kader sein", ließ sich Barisic vor dem Flug ins Ländle am Freitag alles offen. Die Hoffnungen in den 24-jährigen Kroaten, der beim 7:1-Testsieg gegen Wimpassing erstmals traf, sind groß.

"Er ist ein Spieler, dessen Qualitäten wir als Mannschaft brauchen werden. Man sieht am Platz, dass er Qualität hat und er für uns in Zukunft wichtig sein wird", sagte Rapids Chefcoach. Sofort erwarte man aber keine Wunderdinge. "Wir legen ihm keinen Druck auf, er bekommt die Zeit, sich bei uns zu integrieren", so Barisic.

Nicht zur Verfügung steht ihm Thanos Petsos. Der griechische Mittelfeldspieler agierte zuletzt in Topform, zog sich beim Nationalteamtraining eine Innenbandverletzung im linken Knie zu. Positiv ist dafür, dass mit Stefan Stangl ein vor seiner Adduktoren-Verletzung überragender Außenverteidiger wieder einsatzfähig ist.

Remis fast ausgeschlossen

Altach-Trainer Damir Canadi rechnet aber mit einer voll fokussierten Rapid-Mannschaft. "Rapid ist derzeit sicher die beste Mannschaft mit der besten Entwicklung in Österreich. Dass Robert Beric jetzt weg ist, ändert nichts daran", sagte der Wiener.

Galvao kann wegen Knieproblemen noch nicht sein Debüt geben, dafür ist der von der Austria neuerlich ausgeliehene Ismael Tajouri reif für sein Comeback. Beflügeln auf dem Weg zum zweiten Erfolg hintereinander nach dem 2:0 in Wolfsberg soll ihn und seine Teamkollegen auch eine nahezu ausverkaufte Cashpoint-Arena.

Die Bilanz der vergangenen Saison lässt ein offenes Duell vermuten. Die Altacher konnten die beiden Herbstspiele (1:0, 2:0) für sich entschieden, die Wiener siegten dafür im Frühjahr (1:0,3:1). Mit einem neuerlichen Erfolg würden sie ihrem seit Mittwoch 35-jährigen Kapitän Steffen Hofmann ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen. Eher unwahrscheinlich ist eine Punkteteilung, in bisher 16 Ligaspielen zwischen den beiden Teams gab es nur beim 1:1 am 18. April 2009 in Altach ein Unentschieden. (APA, red, 11.9.2015)

Bundesliga, 8. Runde

SCR Altach – SK Rapid Wien (Altach, Cashpoint-Arena, Samstag, 16.00 Uhr, SR Kollegger). Saisonergebnisse 2014/15: 1:0 (a), 2:0 (h), 0:1 (a), 1:3 (h)

Altach: Lukse – Lienhart, Zwischenbrugger, A. Pöllhuber, Schreiner – Netzer – Ngwat-Mahop, Prokopic, Hofbauer, Harrer – Aigner

Ersatz: Kobras – Jäger, Roth, Seeger, Salomon, Luxbacher, Tajouri

Es fehlen: Galvao (Knieprobleme), Schilling (Schulterverletzung), Barrera (nach Nationalteam-Aufenthalt)

Fraglich: Zech (nach grippalem Infekt), Ortiz (Knieprobleme)

Rapid: Novota – Auer, Sonnleitner, Dibon, Stangl – Schwab, Grahovac – Schobesberger, S. Hofmann, F. Kainz – Alar

Ersatz: Knoflach – M. Hofmann, Pavelic, Schaub, Prosenik, Jelic, Huspek, Nutz, Schimpelsberger, Tomi

Es fehlen: Strebinger (gesperrt), Petsos (Innenbandverletzung im Knie), Schrammel, Kuen (beide Kreuzbandriss)

  • Wie lange lebt und zehrt Steffen Hofman noch von seinem Status als Ikone bei Rapid?
    foto: apa/stiplovsek

    Wie lange lebt und zehrt Steffen Hofman noch von seinem Status als Ikone bei Rapid?

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