Dreijähriger starb in Waschmaschine: Vater droht lebenslange Haft

11. September 2015, 13:47
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Staatsanwaltschaft fordert Höchststrafe für Franzosen

Paris – Weil er seinen dreijährigen Sohn in einer Waschmaschine getötet haben soll, droht einem Franzosen lebenslange Haft. Die Staatsanwaltschaft forderte am Freitag im Prozess gegen den 36-Jährigen in Melun südöstlich von Paris die Höchststrafe für den Angeklagten. Gegen die Mutter des Kindes forderte Staatsanwalt Eric de Valroger fünf Jahre Haft wegen "Gewalt" gegen ihr Kind.

Das Urteil des Schwurgerichts wurde für den Nachmittag erwartet. Die grausame Tat hatte sich im November 2011 in dem Dorf Germigny-l'Eveque in dem an Paris angrenzenden Departement Seine-et-Marne zugetragen. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sperrte Christophe C. seinen Sohn zur Strafe für angebliches "schlechtes Verhalten" in der Vorschule in die Waschmaschine ein und setzte diese in Gang. Der Bub wurde nach Einschätzung der Gerichtsmedizin nach wenigen Minuten ohnmächtig und starb durch die Drehungen der Wäschetrommel.

Auch Mutter angeklagt

Die Mutter legte in der Zeit mit Bastiens älterer Schwester ein Puzzle, obwohl sie ihren Sohn schreien hörte. Sie wurde unter anderem wegen Beihilfe zum Mord angeklagt. Der Staatsanwalt erklärte aber am Freitag in seinem Schlussplädoyer, diese könne nicht nachgewiesen werden. Für den zweiten Anklagepunkt, "Gewalt" gegen ihren Sohn, forderte er eine fünfjährige Haftstrafe gegen die 29-Jährige.

Der Fall hatte in Frankreich für Entsetzen gesorgt. In die Kritik gerieten auch die Sozialbehörden, denn die Familie war ihnen schon seit Jahren bekannt. Der Vater, der große Mengen Alkohol und Cannabis konsumierte, schlug seinen Sohn immer wieder, sperrte ihn in einen Kasten ein und drohte, ihn aus dem Fenster zu werfen. (APA/AFP, 11.9.2015)

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