Weniger Schüler an Pflichtschulen

11. September 2015, 10:32
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An Pflichtschulen überall Rückgänge außer in Wien, Entwicklung an AHS und BHS je nach Bundesland unterschiedlich

Wien – Die Schülerzahlen in Österreich gehen im Schuljahr 2015/16 gegenüber 2014/15 minimal zurück. Insgesamt dürfte es rund 400 Schüler weniger geben, zeigt ein Rundruf der APA in den Landesschulräten. Im Pflichtschulbereich verzeichnen alle Länder außer Wien Rückgänge, im AHS- und BMHS-Bereich sind die Entwicklungen je nach Land unterschiedlich. Vor allem im Süden schließen wieder Schulen.

Gesamtplus im Osten

Ein Gesamt-Schülerplus wird in den östlichen Bundesländern Wien (2.000), Niederösterreich (1.600) und Burgenland (400) verzeichnet. In Kärnten bleibt die Schülerzahl gleich, Rückgänge gibt es in Oberösterreich (1.500), der Steiermark (1.400), Tirol und Salzburg (je 600) sowie Vorarlberg (300). Das insgesamt daraus resultierende Minus von rund 400 Schülern ergibt voraussichtlich einen Gesamt-Schülerrückgang lediglich im Promillbereich.

Höchstes Minus in der Steiermark

Im Pflichtschulbereich kommt lediglich Wien auf Zuwächse, im Burgenland beträgt der Rückgang nur rund 30 Schüler. Das höchste Schüler-Minus verzeichnet hier die Steiermark (1.600), Salzburg und Kärnten verlieren je 600 Schüler, Tirol und Oberösterreich je 500 sowie Niederösterreich und Vorarlberg je 300.

Schließungen stehen an

Das hat zum Teil auch Folgen für Schulstandorte: In Wien machen an einem gemeinsamen Campus-Standort (Seestadt Aspern) je eine Volks- und eine Neue Mittelschule (NMS) auf. In der Steiermark schließen dagegen die Volksschulen Vordernberg, Oppenberg, St. Ruprecht/Murau, Schönberg/Lachtal, Mitterlabil und St. Anna/Schwanberg, Brunnsee sowie Stein und Radmer (wobei die beiden letzteren als Expositur weiter geführt werden) sowie die NMS Breitenau. Auch in Kärnten machen zehn Pflichtschul-Standorte dicht.

In Oberösterreich schließen drei Volksschulen, in Windischgarsten werden zwei Hauptschulen/NMS zusammengelegt, im Bezirk Kirchdorf zwei "Polys". In Tirol werden die beiden Volksschulen St. Jodok und Vals zusammengelegt, im Burgenland wurde die Volksschule in Stuben, einem Ortsteil von Bernstein, geschlossen sowie die Volksschule Kroatisch Geresdorf stillgelegt. Die NMS Bernstein wurde zu einer Expositur der NMS Lockenhaus umgewandelt. Zum Teil anders sieht es im höheren Schulbereich aus: Neben Wien verzeichnen hier auch Niederösterreich (plus 1.900), Kärnten (600), Burgenland (400) und die Steiermark (100) Zuwächse. In Salzburg bleibt die Schülerzahl an AHS und BMHS gleich, in Oberösterreich (1.000), Tirol (100) und Vorarlberg (30) sinkt sie leicht. (APA, 11.9.2011)

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