Wollte Streit schlichten: Mann nach Messerangriff in Wien gestorben

11. September 2015, 13:37
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Am Praterstern gerieten Unbekannte mit einer Frau in Streit, zwei Algerier eilten ihr zur Hilfe. Einer von ihnen erlag in der Früh seinen Verletzungen

Wien – Eine Messerattacke in der Nähe des Praterstern in Wien-Leopoldstadt in der Nacht auf Freitag endete tödlich. Ein 37-jähriger Mann ist in der Früh seinen Verletzungen erlegen, die ihm bei dem Angriff zugefügt worden waren. Auch sein 35-jähriger Kompagnon wurde schwer verletzt. Die Täter, ebenfalls zwei Männer, ergriffen die Flucht.

Die Geschehnisse hatten sich laut Polizeisprecherin Michaela Rossmann kurz nach Mitternacht in der Nordbahnstraße, etwa 150 Meter vom Praterstern entfernt, abgespielt. Der 37-Jährige und sein 35-jähriger Bekannter – beide kommen aus Algerien – beobachteten eine verbale Auseinandersetzung zwischen einer 29-jährigen Frau und zwei anderen Männern. Sie kamen ihr zu Hilfe, worauf der Streit handgreiflich wurde.

Motiv liegt im Dunkeln

Es gab eine wüste Schlägerei in der Nordbahnstraße. Die unbekannten Kontrahenten dürften im Zuge der Rauferei zumindest ein Messer gezückt und damit ihre Widersacher attackiert haben. Der 37-Jährige wurde schwerst verletzt in ein Krankenhaus gebracht, auch sein Freund erlitt schwere Verletzungen. In der Früh starb der ältere der beiden.

Rossmann zufolge war es zunächst unklar, ob Messerstiche für den Tod des Mannes verantwortlich waren oder ob er von den Kontrahenten erschlagen wurde. "Das muss eine Obduktion klären", sagte die Polizeisprecherin. Ebenso im Dunkeln lag das Motiv für die Auseinandersetzung. Der Bekannte war bisher aufgrund seiner Verletzungen nicht einvernahmefähig. Auch die 29-Jährige konnte bisher, vermutlich wegen Drogenmissbrauchs, nicht einvernommen werden. Die Verdächtigen entkamen zunächst unerkannt.

Rossmann appellierte, bei Interventionen unbedingt vorsichtig zu sein und das Risiko für die eigene Gesundheit genau einzuschätzen. Die Polizei wolle nicht, dass man das eigene Leben gefährde. Es gelte der Grundsatz "Beobachten – Merken – Melden". Die Polizeisprecherin bekräftigte auch, dass der Praterstern nicht grundsätzlich gefährlich sei. Es gebe eine sehr hohe Präsenz von Exekutivbeamten. (APA, 11.9.2015)

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