Bene verringert Verlust im ersten Quartal

10. September 2015, 18:09
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Ausblick wegen Ukraine-Krise verhalten – Weiter auf Konsolidierungskurs – Weniger Mitarbeiter

Wien/Waidhofen a.d. Ybbs – Der kurz vor dem Auskauf der Streubesitzaktionäre stehende Büromöbelhersteller Bene hat im ersten Quartal 2015/16 seinen Verlust verringert und mehr umgesetzt. Der Ausblick fällt wegen der Ukraine-Krise verhalten aus – die Region Osteuropa/Russland/GUS ist der umsatzmäßig drittwichtigste Markt für Bene.

"Die Bene-Gruppe wird auch in den nächsten Monaten mit einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld auf ihren Märkten konfrontiert sein, zusätzlich verschärft durch die aktuelle politische Situation in der Ukraine", teilte das niederösterreichische Unternehmen am Donnerstagnachmittag mit. Vor diesem Hintergrund werde man den Konsolidierungskurs fortsetzen "und auch weiterhin alle Standorte und Märkte laufend evaluieren".

Bene musste im Juni nach 225 Jahren in Familienbesitz den Eigentümer wechseln. Nun gehört das niederösterreichische Unternehmen mehrheitlich Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) sowie dem Sanierer Erhard Grossnig. Bei der Hauptversammlung kommende Woche soll das Hinausdrängen des Streubesitzes (Squeeze-out) beschlossen werden.

Osteuropa schmerzt

Im ersten Quartal 2015/16 hat Bene seinen Umsatz um 9,8 Prozent auf 38,5 Mio. Euro gesteigert, geht aus dem Finanzbericht hervor. Das Betriebsergebnis (Ebit) war mit -1,3 Mio. Euro weiter negativ (Q1 2014/15: -2,5 Mio.). Der Vorsteuerverlust verringerte sich von 3,3 Mio. auf 2,1 Mio. Euro.

In der Region Osteuropa/GUS/Russland hat Bene mehr als ein Drittel an Umsatz eingebüßt, auch das Österreich-Geschäft schrumpfte. Zuwächse gab es dagegen in Deutschland und im Mittleren Osten/Afrika.

Im Zuge der Restrukturierung hat Bene im vergangenen Jahr Mitarbeiter abgebaut. Ende April 2015 beschäftigte das Unternehmen 973 Personen, davon 760 in Österreich. Ein Jahr davor hatte Bene noch 1.064 Mitarbeiter (davon 748 in Österreich). (APA, 10.9.2015)

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