Theater der Jugend: Anpassungsfragen zur neuen Saison

10. September 2015, 17:15
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Thomas Birkmeir stellte den Spielplan vor und forderte mehr Mittel für Wiener Theater

Wien – "Geben Sie Gedankenfreiheit", fordert Schillers Marquis Posa. "Geben Sie Indexanpassung", wünscht sich Thomas Birkmeir, künstlerischer Leiter des Theaters der Jugend, von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SP). Bei der Programmpressekonferenz beklagte Birkmeir, dass sein Haus aufgrund der fehlenden Anpassungen harsche Einsparungen vornehmen müsse. So sei es notwendig geworden, die Anzahl der Schauspieler beinahe zu halbieren. Auch der Tag der offenen Tür falle aus. Um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, müsste das Budget, so Birkmeir, im nächsten Jahr um 500.000 Euro erhöht werden. Ansonsten würden noch härtere Einsparungen drohen.

Dabei blickt das Theater auf eine erfolgreiche Saison zurück: Die Produktionen waren zu 96 Prozent ausgelastet. 47 Prozent des Budgets stammen aus den Einnahmen. Ähnlich soll auch 2015/16 werden: Michael Endes Momo ist das erste Stück am neuen Spielplan. Neben Klassikern findet auch Wolfgang Herrndorfs Erfolgsroman Tschick auf die Bühne. Die automatische Prinzessin – fantastische Fabeln aus 1001 Nacht wird Henry Mason zur Uraufführung bringen; die Geschichte Scheherezades soll zeigen, dass auch Erzählungen die Kraft haben, etwas zu verändern. Was sich über 2000 Jahre Menschheitsgeschichte gewandelt hat, will Birkmeier mit der erstmaligen Aufführung des von ihm verfassten Der Pirat im Kleiderschrank nachvollziehbar machen. (kf, 10.9.2015)

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