Wiener Sisi Museum zeigt Totenschein der Kaiserin

11. September 2015, 11:49
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Original-Dokument aus Genf kann ab sofort dauerhaft besichtigt werden

foto: apa/skb/dieter nagl

Wien – Neuzugang im Sisi Museum Wien: Besucher können ab sofort den Original-Totenschein der am 10. September 1898 in Genf ermordeten Kaiserin bestaunen. Ebenfalls erstmals ausgestellt werden Seidenstiefletten Elisabeths. "Sie belegen, dass sie tatsächlich sehr große, aber trotzdem ganz schmale Füße hatte", sagte Kuratorin Olivia Lichtscheidl.

Der am 13. September 1898 ausgestellte Totenschein wurde – wie die Stiefletten – am 7. Mai 2015 von der Schloss Schönbrunn Betriebsgesellschaft (SKB), zu der das Sisi Museum gehört, in einer Auktion im Dorotheum angekauft. "Wo er vorher war, wissen wir nicht", erklärte Lichtscheidl. Auf dem Dokument, das bisher lediglich als Faksimile zu sehen war, ist jedenfalls neben persönlichen Daten auch der Name des Attentäters, Luigi Lucheni, vermerkt. Er hatte der Monarchin während eines Spaziergangs eine – ebenfalls im Museum ausgestellte– Feile in die Brust gestoßen und ihr damit eine tödliche Verletzung des Herzbeutels zugefügt.

Fehlerhaftes Dokument

Allerdings ist den Behörden in Genf ein Fehler unterlaufen. "Sie haben als Geburtsort Schloss Possenhofen angegeben. Tatsächlich wurde sie aber im Herzog-Max-Palais in München geboren", so die Kuratorin. Dank spezieller Licht-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitskontrollen kann das Artefakt dauerhaft ausgestellt werden.

Nicht möglich ist das bei den Seidenstiefletten, die ebenfalls aus einer späten Lebensphase der Kaiserin stammen. Das äußerst heikle Schuhwerk misst eine Länge von 26 Zentimetern. "Das entspricht Schuhgröße 41 und belegt, dass die Kaiserin sehr große, aber ganz schmale Füße gehabt hat", so Lichtscheidl. Bisher sei das nicht so ausdrücklich klar gewesen, da vorrangig Schuhe aus ihrer Jugend bzw. Lederstiefeln, die sich mit der Zeit zusammenziehen, erhalten seien. (APA, red, 11.9.2015)

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