Über 670.000 sterben jährlich in der EU an Atemwegserkrankungen

10. September 2015, 11:53
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13,4 Prozent aller Todesfälle. EU-weit ist Lungenkrebs mit 40 Prozent die häufigste Atemwegserkrankung

Brüssel – Mehr als 670.000 Menschen sterben nach Schätzungen des EU-Statistikamtes Eurostat in der EU jährlich an Atemwegserkrankungen. Dies entspricht 13,4 Prozent aller Todesfälle. In Österreich liegt der Anteil mit 9,7 Prozent – 7.672 Todesfällen infolge von Atemwegserkrankungen – unter dem EU-Durchschnitt. Die am Donnerstag veröffentlichten Eurostat-Daten stammen von 2012.

EU-weit ist Lungenkrebs mit 40 Prozent die häufigste Atemwegserkrankung, gefolgt von Bronchitis (24 Prozent), Lungenentzündung (19 Prozent) und Asthma (1 Prozent). In Österreich ist Lungenkrebs mit 48,1 Prozent die häufigste Atemwegserkrankung, dahinter kommen Bronchitis und andere chronische Erkrankungen (33,7 Prozent), Lungenentzündung (11,3 Prozent) und Asthma (1,0 Prozent). Die Grippe macht 0,4 Prozent aus.

Männer sind gefährdeter

Am häufigsten sind diese Todesfälle in Großbritannien (20,3 Prozent), Dänemark (18,4 Prozent) und Irland (18,2 Prozent). Den geringsten Anteil an tödlichen Atemwegserkrankungen weisen dagegen die baltischen Länder und Bulgarien auf. In Lettland sterben nur 5,8 Prozent daran.

Männer sind in der EU viel gefährdeter, an Atemwegserkrankungen zu sterben. 59,3 Prozent dieser Todesfälle gehen auf ihr Konto. In Litauen und Lettland sterben zu drei Viertel Männer infolge von Atemwegserkrankungen, in Österreich sind es 57,9 Prozent. (APA, 10.9.2015)

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