Michel Houellebecq klagt "Le Monde"

10. September 2015, 09:09
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Schriftsteller sieht Verletzung des Urheberrechts und des Briefgeheimnisses

Paris – Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq hat die Tageszeitung "Le Monde" wegen Verletzung des Urheberrechts und des Briefgeheimnisses geklagt. Wie das Blatt am Mittwoch auf seiner Webseite mitteilte, wehrt sich der 59-Jährige gegen die Veröffentlichung einer knappen handschriftlichen Nachricht, die er während einer Gerichtsverhandlung seinem Anwalt übergeben haben soll.

"Le Monde" hatte eine Reproduktion des Zettels in einer Artikelserie über Houellebecq abgedruckt, für die dieser die Zeitung in den vergangenen Wochen mehrfach angriff. "Ich mag es überhaupt nicht, dass man meine private Korrespondenz veröffentlicht", sagte er Ende August in einer Fernsehsendung. Schon dort hatte er angedeutet, eine Klage zu erwägen. Die Zeitung wies Houellebecqs Vorwürfe zurück und betonte, der Anwalt habe die Erlaubnis erteilt, die Notiz zu veröffentlichen. Houellebecq hatte der "Le Monde"-Autorin während ihrer Recherchen ein Interview verweigert. (APA, 10.9.2015)

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