Deutschland nach dritter Niederlage vor dem Aus

9. September 2015, 20:50
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82:89 nach Verlängerung gegen Italien – Erfolg gegen Spanien in letztem Vorrunden-Spiel nun Pflicht

Berlin – Den deutschen Basketballern droht bei der EM das Vorrundenaus. Im vierten Turnierspiel erlitt das Team um Dirk Nowitzki in Berlin beim 82:89 (76:76, 41:42) nach Verlängerung gegen Italien die dritte Niederlage und muss am Donnerstag (17.45 Uhr/ARD) im letzten Gruppenspiel gegen Spanien gewinnen, um noch eine Chance auf den Einzug in die Finalrunde zu haben.

Nach dem Auftaktsieg über Außenseiter Island (71:65) hatte die deutsche Mannschaft in Gruppe B bereits gegen Vizeweltmeister Serbien (66:68) und die Türkei (75:80) verloren. Vier Teams aus der stark besetzten Sechsergruppe B kommen ins Achtelfinale.

Der Respekt vor den Italienern war bei den Deutschen groß, immerhin hatte das Team um die langjährigen NBA-Profis Danilo Gallinari (Denver Nuggets), Marco Belinelli (Sacramento Kings) und Andrea Bargnani (Brooklyn Nets) am Mittwoch überraschend die als Titelkandidaten geltenden Spanier 105:98 geschlagen. Doch gegen die gut verteidigende DBB-Auswahl lief es im Angriff längst nicht so reibungslos.

Mitte des dritten Viertels führten die Deutschen mit bis zu zehn Punkten (55:45), doch die Italiener kamen wieder heran und schafften sieben Minuten vor Schluss den Ausgleich zum 63:63 und konnten danach erstmals seit langem auch wieder in Führung gehen.

Kopf an Kopf lagen die Teams dann bis zum Ende der regulären Spielzeit, mit dem vorletzten Angriff retteten sich die etwas clevereren Italiener erst einmal in die Verlängerung (76:76). Diese war von fehlerhaftem Spiel auf beiden Seiten geprägt, durch überhastete Aktionen wurden hüben wie drüben Chancen auf weiteren Punktezuwachs vergeben. Als Nowitzki 15 Sekunden vor Schluss im Angriff den Ball verlor, war das Spiel für die Deutschen verloren, die den Heimvorteil vor 13.050 Zuschauern erneut nicht nutzen konnten. Erfolgreichster Werfer für Italien war Danilo Gallinari (25), auf deutscher Seite galt das für Dennis Schröder (29 Punkte).

Serben, Griechen und Polen im Viertelfinale

Serbien steht als erste Mannschaft der Gruppe B als Viertelfinalist fest. Der weiter ungeschlagene Vizeweltmeister sicherte sich das Ticket für die Finalrunde im französischen Lille durch ein souveränes 91:72 (53:35) gegen die Türkei. Erfolgreichste Werfer der serbischen Mannschaft von Trainer Aleksandar Djordjevic waren Miroslav Raduljica (20 Punkte) und Milos Teodosic (17/13 Assists).

Auch Griechenland blieb im vierten Spiel makellos und ist weiter. Der zweimalige Europameister gewann in Zagreb 83:72 (46:31) gegen Slowenien, EM-Gastgeber von 2013. Vassilis Spanoulis war mit 19 Punkten Topscorer der Griechen, denen der erste Tabellenrang nicht mehr zu nehmen ist. 5.000 slowenische Fans unter den 5.600 sorgten in der Arena von Zagreb für ein Tollhaus. Mit der Unterstützung im Rücken verkürzte ihr Team einen zwischenzeitlichen 17-Punkte-Rückstand auf zwei Zähler, musste sich letztlich doch geschlagen geben.

Polen (Gruppe A in Montpellier) schaffte trotz eines 73:75 (32:35) ggen Tabellenführer Israel den Einzug in die K.o.-Phase. Rekord-Europameister Russland hingegen ist bereits vorzeitig ausgeschieden. (sid/APA/red, 9.9. 2015)

Link: Ergebnisse und Tabellen

  • Kämpfte unglücklich: Dirk Nowitzki.
    foto: apa/epa/schulze

    Kämpfte unglücklich: Dirk Nowitzki.

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