Inklusion bei Tanzfestival: Tango, eine Passion für alle

9. September 2015, 15:53
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Zum dritten Mal findet im Festspielhaus Bregenz "Tango en Punta" statt, das Festival für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung

Bregenz – Tango ist die Leidenschaft der Vorarlberger Tänzerin Andrea Seewald und ihres Partners Matías Haber, Opernsänger aus Punta del Este in Uruguay. Das Paar teilt seine Begeisterung nicht nur mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und Altersgruppen. Seewald und Haber eröffnen mit inklusiven Tanzfestivals auch Menschen mit Downsyndrom den Zugang zum Tanz und den Tangobühnen in aller Welt.

Tango ist für Andrea Seewald "der Ursprung der Kontaktimprovisation". Über den Tanz könne man sein Gegenüber "in seinem ursprünglichen Sein wahrnehmen, sich gemeinsam im Rhythmus der Musik finden". Der Erfolg erster inklusiver Tanzkurse führte zur Gründung des Vereins "Tinkers" und schließlich zum ersten von mittlerweile sieben Festivals in Punta del Este.

Tanz als Möglichkeit der Inklusion

2013 kam Tinkers erstmals mit der Hilfe zahlreicher Sponsoren nach Europa, ins Festspielhaus Bregenz. Von 10. bis 13. September findet "Tango en Punta" zum dritten Mal in Bregenz statt. Das Festival bietet Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene und Milonga bis in die Morgenstunden.

Beim Konzertabend am Freitag werden Theresia Böhler, Maurice Nouaili und die beiden Salzburger Michael Sebald und Thomas Baur eine Tanzperformance über die Geschichte von zwei Tangoschülern mit Downsyndrom tanzen. Die jungen Tänzer werden auf der Bühne Tangogrößen wie der 83-jährigen Olga Delgrossi begegnen. (jub, 9.9.2015)

"Tango en Punta", 10. bis 13. September im Festspielhaus Bregenz

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