Familienbeihilfe: Weniger Bezieher im Ausland

9. September 2015, 12:46
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Großteil ging nach Ungarn, gefolgt von Slowakei und Polen – Rumänien auf Platz sieben

Wien – Die Zahl jener Kinder im Ausland, die aus Österreich Familienbehilfe beziehen, ist zuletzt zurückgegangen. Insgesamt bezogen im Jahr 2014 gemäß EU-Vorgaben 24.498 Kinder im Ausland die österreichische Beihilfe, 2013 waren es noch 25.494 Kinder.

Das geht aus einer Anfragebeantwortung des Finanzministeriums an die FPÖ hervor, berichteten die "Salzburger Nachrichten" am Mittwoch. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuletzt eine Kürzung der Familienbeihilfe-Zahlungen auf das Niveau in den Herkunftsländern verlangt.

Insgesamt wurden im Vorjahr 223 Millionen Euro Familienbeihilfe an im EU-Ausland lebende Kinder ausbezahlt, deren Eltern hierzulande arbeiten. 2013 waren es 207 Millionen Euro gewesen.

Ungarn, Slowakei, Polen an der Spitze

Häufigstes Wohnsitzland der Kinder war Ungarn mit 7.744 Beziehern und 72 Millionen ausbezahlten Euro, wobei die meisten Eltern, nämlich 3.659, im Burgenland arbeiteten. Dahinter folgen Kinder in der Slowakei, Polen, Deutschland, Slowenien und Tschechien. Das von Kurz als Beispiel genannte Rumänien liegt mit 1.397 Beziehern auf Rang sieben.

Die FPÖ fordert, die Familienbeihilfe für im Ausland wohnhafte Kinder an die Lebenshaltungskosten des jeweiligen EU-Mitgliedsstaates anzupassen. Ein diesbezüglicher Entschließungsantrag liege bereits im Parlament. (APA, 9.9.2015)

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