Quartiergeber sollen Gesundheitszustand von Flüchtlingen überwachen

9. September 2015, 10:49
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Informationen über Infektionen sollen täglich übermittelt werden, um große Krankheitsausbrüche zu verhindern

Wien – Gesundheits- und Innenministerium haben sich auf ein Konzept verständigt, mit dem der Ausbruch von Infektionen in Flüchtlingsquartieren verhindert werden soll. Gemäß dem von der Gesundheitsagentur Ages erarbeiteten Vorschlag sollen die Quartierverantwortlichen täglich den Gesundheitszustand ihrer Bewohner behördlich melden müssen.

Das gilt aber vorerst nur für die Erstaufnahmezentren und Verteilerquartiere des Bundes. Dort soll die Kontrolle so rasch wie möglich beginnen, sagt die Sektionschefin für Öffentliche Gesundheit, Pamela Rendi-Wagner. Die Länder können dann für von ihnen betreute Quartiere entscheiden, ob sie das Konzept übernehmen. Fachlich würde es Rendi-Wagner begrüßen, wenn Infektionen dort auf eine ähnliche Art überwacht würden.

Positive Resonanz kam vom Vorarlberger Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP), der in den "Vorarlberger Nachrichten" vom Mittwoch vorschlug, dass ein Asylwerber in den Heimen die Aufzeichnungen übernehmen könnte.

Gemäß dem Ages-Vorschlag soll der Gesundheitszustand möglichst in allen Quartieren ab zehn Personen protokolliert werden. Gemeldet werden soll, wie viele Personen Fieber oder Durchfall haben und wer sich übergeben musste. Gibt es keine derartigen Vorfälle, soll ein leeres Formular übermittelt werden. Für Rendi-Wagner dient die Maßnahme in erster Linie dazu, große Krankheitsausbrüche früh verhindern zu können. (APA, 9.9.2015)

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