U21 bezwingt Russland in EM-Quali 4:3

8. September 2015, 20:17
29 Postings

Gregoritsch-Team bleibt auch in zweitem Spiel siegreich – Zwei Tore von Schöpf in spannender Partie in St. Pölten

St. Pölten – Österreichs U21-Team hat in der EM-Qualifikation auch sein zweites Spiel gewonnen. Die ÖFB-Auswahl setzte sich am Dienstag in der NV-Arena in St. Pölten gegen Russland nach einem Krimi mit 4:3 (2:1) durch und hält damit in der Gruppe 7 nach zwei von zehn Spielen weiter beim Punktemaximum. Neuer Tabellenführer ist Finnland nach einem 3:0 gegen Färöer.

Den Sieg hatten die Österreicher vor allem Alessandro Schöpf zu verdanken, der zwei Tore (53., 79.) erzielte und zudem zwei weitere Goals auflegte. Michael Gregoritsch (9.) und Louis Schaub (20.) hatten für die 2:1-Pausenführung gesorgt. Für die Russen waren Tore von Ramil Schejdajew (40., 64./Elfmeter) und Aleksander Taschajew (49.) zu wenig, sie kassierten nach dem 0:2 gegen Finnland die nächste Niederlage.

Die Österreicher starteten stark in die Partie, waren vor der Pause aggressiver, spritziger und ballsicherer als der Gegner. Eine Schaub-Hereingabe konnten die Russen noch in höchster Not klären (7.). Zwei Minuten später war die schnelle Führung aber perfekt. Einen Schöpf-Eckball beförderte Gregoritsch in der Mitte über die Linie (9.). Die Russen wurden in der Folge etwas aktiver, deutlich gefährlicher blieben aber die Hausherren. Ein Martschinko-Weitschuss ging noch drüber (19.). Dafür legte Schaub einen weiteren Treffer nach. Der Rapidler konnte sich den Ball nach Schöpf-Hereingabe noch herrichten und schoss aus zehn Metern ein (20.).

Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Russland mit dem ersten guten Angriff der Anschluss: Nach Morosow-Lochpass bezwang Ramil Schejdajew ÖFB-Goalie Daniel Bachmann (40.).

Gleich nach Wiederbeginn scheiterte Schaub aus kurzer Distanz an Russlands Keeper Aleksander Selichow. Und das rächte sich schnell: Schejdajew legte im Strafraum zurück auf Aleksander Taschajew, der keine Mühe hatte einzuschießen (49.). Die Österreicher wussen jedoch die richtige Antwort. Der starke Schöpf traf nach Wydra-Zuspiel platziert aus 18 Metern ins lange Eck (53.).

Da der niederländische Schiedsrichter Serdar Gözübüyük nach einem Zweikampf von Dominik Wydra mit Schejdajew auf Elfmeter entschied und Schejdajew sich diese Chance nicht entgehen ließ, mussten die Österreicher neuerlich den Ausgleich hinnehmen. Und auch davon ließ sich die Elf von Werner Gregoritsch nicht entmutigen. Kevin Friesenbichler zog aufs Tor, seine Hereingabe beförderte Schöpf am langen Eck im Rutschen zum entscheidenden 4:3 über die Linie (79.) Danach wäre auch noch ein höherer Sieg möglich gewesen. (APA/red – 8.9. 2015)

U21-EM-Qualifikation, Gruppe 7, Dienstag

Österreich – Russland 4:3 (2:1). St. Pölten, SR Gözübüyük (NED)
Tore: Gregoritsch (9.), Schaub (20.), Schöpf (53., 79.) bzw. Schejdajew (40., 64./Elfmeter), Taschajew (49.)

Österreich: Bachmann – Mwene, Gugganig, Lienhart, Martschinko – Wydra, Rasner (73. Jäger) – Schöpf, Schaub (80. Sallahi), Lazaro (61. Friesenbichler) – Gregoritsch

Aserbaidschan – Deutschland 0:3 (0:1). Baku
Tore: Selke (33., 93.), Kimmich (88./Elfmeter)
Gelb-Rote Karte: Nagiev (45.+1/Foul/Aserbaidschan)

Finnland – Färöer 3:0 (3:0). Vantaa
Tore: Yaghoubi (24./Elfmeter, 39.), Skrabb (31.)

Tabelle:
1. Finnland 2 2 0 0 5:0 6
2. Österreich 2 2 0 0 6:3 6
3. Deutschland 1 1 0 0 3:0 3
4. Aserbaidschan 3 1 0 2 1:5 3
5. Russland 2 0 0 2 3:6 0
6. Färöer 2 0 0 2 0:4 0

Nächstes Spiel: Österreich – Aserbaidschan (9. Oktober, 17.30 Uhr, St. Pölten)

Modus: Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2017 in Polen, für die erstmals zwölf Teams teilnahmeberechtigt sind. Die vier besten Zweitplatzierten spielen in einem Play-off um die zwei übrigen Startplätze neben Gastgeber Polen.

Stimmen:

Werner Gregoritsch (ÖFB-Teamchef): "In der ersten haben Stunde haben wir einen sehr guten Fußball gespielt, da hätten wir auch höher führen können. Dann haben wir ein unnötiges Gegentor gekriegt, waren zu wenig konzentriert, hatten eine zu große Breite im Spiel, weshalb sie reinkombinieren konnten. Wenn die Mannschaft aber am Ende nochmals zurückkommt und den Sieg noch schafft, ist das eine super Sache."

Alessandro Schöpf (ÖFB-Doppeltorschütze): "Heute haben wir als Mannschaft sehr, sehr gut gespielt. Wir haben uns unnötig das Leben schwergemacht, weil wir die 2:0-Führung leicht hergegeben haben. Am Ende sind wir glücklich, dass wir die drei Punkte geholt haben."

Share if you care.