Entholzer für eigenes Integrationsministerium

8. September 2015, 19:30
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SPÖ-Spitzenkandidat in Oberösterreich schlägt vor, die verschiedenen Agenden in ein Ressort zusammenzufassen

Linz – Der Spitzenkandidat der SPÖ für die oberösterreichische Landtagswahl, Landeshauptmann-Stellvertreter Reinhold Entholzer, hat am Dienstag in einer Fernsehdiskussion des ORF ein eigenes Integrationsministerium verlangt. Zudem schlossen er und sein Kontrahent, FPÖ-Chef Landesrat Manfred Haimbuchner, wechselweise eine Koalition aus.

Entholzer plädiert für ein "Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit, Zuwanderung und Integration", konkretisierte er in einer Presseaussendung. Derzeit würden die einzelnen Agenden bei vier verschiedenen Zuständigen liegen: die Entwicklungszusammenarbeit beim Außen-, das Asylwesen beim Innenressort, die Rot-Weiß-Rot-Card beim Sozial- und das Thema Arbeitsmigration beim Wirtschaftsministerium.

Was eine Koalition der beiden Parteien angeht, so wurde diese wechselweise ausgeschlossen. Es gebe aber keine Alternative zum Gespräch, betonte Haimbuchner. Entholzer hält zwar die Möglichkeit, der ÖVP den Landeshauptmann zu entreißen, für verlockend, aber der Preis sei zu hoch – mit der "derzeitigen Menschenhetze, die betrieben wird von der FPÖ ist es für uns eigentlich nicht möglich". (APA, 8.9.2015)

  • Reinhold Entholzer schließt eine Koalition mit der FPÖ aus.
    foto: apa/dostal

    Reinhold Entholzer schließt eine Koalition mit der FPÖ aus.

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