Kritik an dänischer Anzeigen-Kampagne im Libanon

8. September 2015, 12:56
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"Geschmacklos, nutzlos und schädlich für Dänemarks Renommee in der Welt"

Kopenhagen/Beirut – Die dänische Regierung hat mit Anzeigen in Zeitungen im Libanon, die Flüchtlinge davon abhalten sollen, nach Dänemark zu kommen, Kritik ausgelöst. "Geschmacklos, nutzlos und schädlich für Dänemarks Renommee in der Welt" nannte der frühere dänische Außenminister Martin Lidegaard die Kampagne bei Twitter.

"Geschmacklos, nutzlos und schädlich für Dänemarks Renommee in der Welt"

Die Annoncen waren am Montag in Zeitungen im Libanon erschienen. Darin informierte die liberale dänische Regierung die Menschen dort über die schlechteren Bedingungen für Einwanderer in Dänemark. Das Land hatte die finanzielle Unterstützung für neu ankommende Flüchtlinge ab dem 1. September stark gekürzt.

Europäische Lösung

In den vergangenen Tagen waren rund 800 Flüchtlinge im dänischen Rödby angekommen. Die meisten waren auf dem Weg nach Schweden. Regierungschef Lars Lökke Rasmussen hatte am Montagabend zum ersten Mal eine gemeinsame europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage angeraten. (APA/dpa, 8.9.2015)

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