Gänsehaut: Verlassene Orte, die man besuchen kann

Ansichtssache13. September 2015, 15:00
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Sie haben ihre besten Zeiten bereits hinter sich: Geisterinseln, desolate Ruinenstädte und verwahrloste Vergnügungsparks. Einst hörte man hier Kinderlachen, heute knarrt nur noch das alte Riesenrad, wenn der Wind es in Bewegung bringt. Menschen verirren sich nicht mehr oft hier hin: Dennoch kann man die meisten von ihnen besuchen. Zugegeben, etwas gruselig sind sie schon.

Der ehemalige Freizeitpark Six Flags in New Orleans in Lousiana, USA, wurde 2005 von Hurrikan Katrina verwüstet und musste somit nur fünf Jahre nach seiner Eröffnung wieder geschlossen werden. Der zerstörte Park ist Kulisse mehrerer Filme, darunter "Percy Jackson – Im Bann des Zyklopen" und "Jurassic World".

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Eine Ruinenstadt mitten im Meer: Die 6,3 Hektar große japanische Insel Hashima wird auch Gunkanjima, Kriegsschiffinsel, genannt. Zerfallene Ruinen, Betonklötze und eingestürzte Wohnhäuser lassen sie aus der Ferne tatsächlich wie ein schwerer Dampfer wirken. Einst wurde auf der Insel Kohle abgebaut, bis 1974 die Werke geschlossen wurden. 40 Jahre gesperrt, ist die Insel heute Besuchern zugänglich.

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Plymouth, die Hauptstadt der Karibikinsel Montserrat, musste 1995 nach einem verheerenden Ausbruch des Vulkans Soufrière Hills evakuiert werden. Der Soufrière Hills ist mit 1.050 Metern der größte Vulkan der Insel – und nach wie vor aktiv.

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Die New Yorker Insel North Brother liegt im East River zwischen der Bronx und Queens. 1885 eröffnete hier das Riverside Hospital, ein Quarantänekrankenhaus, in dem unter anderem Pocken-, Tuberkulose- und Typhuskranke behandelt wurden. Dramatisch auch: 1904 ertranken mehr als 1.000 Menschen bei einem Schiffsunglück kurz vor der Insel.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand auf der Insel ein Wohnheim für Kriegsveteranen, die in New York studierten. 1952 war auf North Brother Island eine Suchtklinik untergebracht. Diese wurde nach nur elf Jahren wieder geschlossen. Eine Insel mit dunkler Vergangenheit – derzeit allerdings noch nicht öffentlich zugänglich.

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Überwucherte Achterbahnen, verrottete Spielbuden und das ehemalige Wahrzeichen des Parks – das Riesenrad: Im Spreepark in der deutschen Bundeshauptstadt Berlin (Bezirk Treptow) bekommt man Gänsehaut – nicht nur in der Geisterbahn. Eröffnet wurde der Park 1969 als der einzige Vergnügungspark der DDR. Seit 2001 ist der Park wegen Insolvenz geschlossen. (Katharina Triltsch, 13.9.2015)

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