Hodgsons Experimente und Rooneys Jagd

7. September 2015, 17:19
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England empfängt die Schweiz und kann es nach der fixierten Qualifikation locker angehen. Stürmer Rooney will Rekord. Spanien sucht in Mazedonien den sicheren Hafen

Die englische Fußball-Nationalmannschaft hat sich am Samstag als erste Nation für die EM 2016 qualifiziert. Das gibt Teamchef Roy Hodgson die Zeit für Experimente in den verbleibenden Spielen. Am Dienstag gastiert die Schweiz im Wembley-Stadion, wo sich Wayne Rooney auf die Jagd nach seinem 50. Länderspiel-Tor begibt. Spanien will in Mazedonien den nächsten Schritt Richtung Frankreich machen.

England buchte das EM-Ticket mit einem 6:0-Pflichtsieg über San Marino. Zu einem früheren Zeitpunkt hatte sich das "Three Lions"-Team noch nie für ein großes Turnier qualifiziert. In der Tabelle der Gruppe E sind die Engländer nach sieben Spielen noch immer makellos und mit dem Maximum von 21 Zählern überlegener Spitzenreiter.

Neue Löwen

Am Dienstag (20.45 Uhr) empfangen die insgesamt seit zwölf Spielen ungeschlagenen Briten den sechs Punkte dahinter liegenden Verfolger Schweiz. Für die Eidgenossen sieht es nach einem dramatischen 3:2-Sieg gegen Slowenien ebenfalls gut aus. Gewinnen die Schweizer in London, sind die Play-offs gesichert. Würde parallel Slowenien gegen Estland remis spielen, ist die EM-Teilnahme fix.

Für England-Trainer Hodgson bietet das Match die erste Gelegenheit, mit verschiedenen Aufstellungen zu experimentieren und neue Spieler einzubauen. "Dazu sind wir vor der Weltmeisterschaft gar nicht gekommen, weil wir da unsere letzten beiden Spielen gewinnen mussten, um nach Brasilien zu kommen", erklärte Hodgson, der auf den angeschlagenen Michael Carrick verzichten muss.

Rooneys Rekord

Viel mehr als Aufstellungsfragen beschäftigt die englische Journaille derzeit aber der neue Rekordtorschütze Wayne Rooney, der am Samstag die bisherige Bestmarke von Bobby Charlton mit seinem 49. Länderspiel-Treffer egalisierte. Das nächste Ziel des ManUnited-Stürmers ist Tor Nummer 50, womit er alleiniger Rekordhalter wäre.

Gut möglich, dass der Treffer auch schon gegen San Marino gefallen wäre, hätte Rooney nicht in der 58. Minute für Tottenham-Angreifer Harry Kane Platz machen müssen. Hodgson musste für den Wechsel denn auch einiges an Kritik einstecken, verteidigte sich aber. "Die Auswechslung war geplant in Hinblick auf das Schweiz-Spiel am Dienstag", sagte der 68-Jährige. "Es wäre nett, wenn Wayne sein 50. Tor gegen die Schweiz schießt. Aber eines ist sicher, dass er es schießen wird."

Enges E

Während in Gruppe E die vorderen Ränge fast besetzt sind, ist Spanien in der Gruppe C noch nicht ganz im sicheren Hafen. Der EM-Titelverteidiger, der in Mazedonien gastiert, steht in der Tabelle mit der besseren Tordifferenz und dank des gewonnenen direkten Duells vor der Slowakei. Beide halten bei 18 Punkten. Mit 15 Zählern folgt die Ukraine, die am Dienstag in der Slowakei ran muss. Der Vierte Weißrussland weist schon einen Respektabstand von elf Punkten auf. (APA, 7.9.2015)

  • Vor der Schweiz.
    foto: reuters/childs

    Vor der Schweiz.

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