Tote Flüchtlinge auf A4: Auslieferung der Schlepper vertagt

7. September 2015, 16:22
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Bulgarien verlangt Garantie, dass Lkw-Fahrer seine etwaige Strafe in seinem Heimatland absitzen dürfte

Sofia/Eisenstadt – Das Bezirksgericht in der nordwestbulgarischen Stadt Montana hat das Entscheidung über die Auslieferung des mutmaßlichen Lenkers, in dessen Lkw auf der Ostautobahn (A4) 71 Flüchtlinge gestorben sind, auf 17. September vertagt. Dies sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Montana, Lilia Jordanowa.

Von der österreichischen Justiz wird eine "Garantie" verlangt, dass der 32-Jährige nach Beendigung eines Strafverfahrens in Österreich und einer eventuellen Verurteilung wieder nach Bulgarien überstellt wird, um seine Strafe in seinem Heimatland zu verbüßen, erläuterte Jordanowa die Handlungsweise des Gerichts.

Zudem gebe es weitere Informationen, dass auch die bulgarische Spezialanwaltschaft, die für schwere Verbrechen zuständig ist, einen Strafverfahren gegen den Angeklagten eingeleitet hat. Bis 17. September werde der Beschuldigte weiter im U-Haft bleiben.

Fahrlässige Tötung in 71 Fällen

Die bulgarische Justiz wirft dem Mann vor, den Lkw, in dem die Flüchtlinge qualvoll erstickt sind, zumindest auf einem Teil der Strecke zwischen Ungarn und Österreich gesteuert zu haben. Laut Staatsanwaltschaft muss sich der Verdächtige wegen Beteiligung an einem Schlepperring und fahrlässiger Tötung in 71 Fällen verantworten. (APA, 7.9.2015)

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