Milchpreis im Keller, Bauern auf den Barrikaden

Ansichtssache7. September 2015, 15:28
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Während die EU-Landwirtschaftsminister am Montag in Brüssel über Hilfen für die Milchbauern beraten, kam es auf den Straßen zu gewaltsamen Protesten. Mit drastischen Worten hat das European Milk Board (EMB), der Verband der europäischen Milchbauern, vor den Folgen der Milchmarktkrise gewarnt. Bereits jetzt drohten in Ostdeutschland "eine Vernichtung der bäuerlichen Kultur in den Dörfern" und "ausgeblutete ländliche Räume", sagte EMB-Präsident Romuald Schaber am Montag vor Protesten in Brüssel. Die Milchbauern fordern eine Produktionsdrosselung.

Die von der EU-Kommission und von einigen Agrarministern vorgeschlagenen Maßnahmen zur Krise sind nach Ansicht des Verbandes nicht ausreichend. "Die Krise ist nicht vom Himmel gefallen, sondern durch bewusste politische Entscheidungen herbeigeführt worden", sagte Schaber. Dass die EU-Kommission Geld für eine Exportoffensive bereitstellen will, lehne das EMB kategorisch ab, weil bereits zu viel Milch auf dem Markt sei. Damit würden mit staatlichen Subventionen nur der eigene Milchpreise weiter kaputt gemacht, sagte Schaber. Mit einem Milchpreis von 18 bis 20 Cent würden viele Bauern vor dem Bankrott stehen.

foto: reuters/jacky nagelen
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