Digitaler Bündelfunk BOS Austria im Burgenland im Probebetrieb

7. September 2015, 14:53
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System von der Polizei beim Hilfseinsatz am Wochenende in Nickelsdorf bereits verwendet

Im Burgenland ist das digitale Funknetz BOS Austria in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg bereits im Probebetrieb. Landesweit sind 60 Stationen geplant, mehr als ein Dutzend sind bereits in Betrieb.

"Es gab keine Ausfälle, es gab keine Probleme."

Die Polizei könne im Landesnorden bereits den Bündelfunk nutzen. Beim Qualitätsniveau könne man von Handyqualität sprechen, so Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil. Beim Hilfseinsatz in Nickelsdorf am Wochenende habe die Polizei das Digitalfunknetz im Bezirk Neusiedl am See bereits genutzt. Es sei bei den Kollegen "hervorragend" angekommen: "Es gab keine Ausfälle, es gab keine Probleme."

Noch im September wolle die Polizei in den drei Bezirken den Regelbetrieb mit dem neuen System aufnehmen. Im Endausbau soll die Exekutive im Burgenland mit 700 Handfunkgegräten, 80 Fix-Stationen und 180 Geräten in Fahrzeugen ausgerüstet sein.

Seit 1999 ausgebaut

Im Burgenland wurde bereits 1999 erstmals in Österreich ein digitales Funknetz ausgebaut, das noch heute in Betrieb ist, so der Leiter der Landessicherheitszentrale (LSZ), Ernst Böcskör. Es wird zum Beispiel von der Landesstraßenverwaltung, dem Roten Kreuz sowie dem Samariterbund und der Asfinag verwendet.

Der Umstieg erfolge, damit es einen gemeinsamen Blaulichtfunk für alle Hilfsorganisationen in allen Bundesländern gebe. Die LSZ koordiniert den Ausbau des Digitalfunknetzes BOS Austria im Burgenland. Die Gesamtkosten für den Umstieg wurde im Jahr 2010 mit rund 5,5 Mio. Euro veranschlagt. Hier werde es wohl noch eine Anpassung geben müssen. Dabei gehe es um die Infrastruktur: "Die Geräte müssen von den Organisationen selbst beschafft werden." (APA, 7.9. 2015)

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